Freitag, 13. Dezember 2019 15:39 Uhr

Johannes Hüls und Hedwig Floer erhalten Ehrenamtspreis der Stadt Höxter 2019

Johannes Hüls (l.) und Hedwig Floer (r.) haben den Ehrenamtspreis der Stadt Höxter 2019 von Bürgermeister Alexander Fischer erhalten.

Höxter (red). Im Rahmen der letzten Ratssitzung des Jahres hat Bürgermeister Alexander Fischer den Ehrenamtspreis der Stadt Höxter 2019 an Johannes Hüls und Hedwig Floer übergeben.

Ein Gremium aus allen Fraktionen der im Rat vertretenen Parteien hat die Beiden aus den vielen eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Bis zu drei Personen oder Institutionen werden jährlich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Stadtgebiet mit dem Preis gewürdigt.

„Ohne ehrenamtliches Engagement wäre unsere Gesellschaft nicht nur unpersönlicher und gefühlsärmer, unser Gemeinwesen würde ohne es überhaupt nicht funktionieren“, machte Bürgermeister Fischer zu Beginn der Preisvergabe deutlich: „In unserer Stadt engagieren sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich. Sie geben ihr Bestes nicht, um Ruhm oder Geld anzuhäufen, sie geben ihr Bestes nicht für sich selbst – nein, sie geben ihr Bestes, um Menschen in Not zu helfen oder um unsere Stadt schöner und lebenswerter zu machen.“

Zwei solcher Menschen seien Johannes Hüls aus Brenkhausen und Hedwig Floer aus Höxter.

Johannes Hüls wurde ausgezeichnet für sein zahlreiches Engagement für seinen Heimatort. Dort sei er laut Bürgermeister „eigentlich schon eine Institution für sich“.

Seit 2004 ist er Bezirksverwaltungsstellenleiter in Brenkhausen. Der gelernte Mauermeister bringt sich mit vielfältigen Ideen für die Schaffung und den Erhalt öffentlicher Einrichtungen ein. Unter dem Einsatz seiner eignen Werkzeuge, Gerätschaften und Fahrzeuge sorgt er für ein gepflegtes und sauberes Ortsbild.

Vor 15 Jahren hat er eine Weihnachtskrippe für den Ortskern gebaut und stellte diese jährlich dort auf. 2005 übernahm er die Neugestaltung des Vorplatzes am alten Feuerwehrgerätehaus und errichtete einen Stellplatz für Glascontainer.

Hüls hat 2009 ein Waldbienenhotel auf dem Friedhof errichtet, ein Satteldach für die Bushaltestelle am Ehrenmal gebaut und den Vorplatz dort neu gestaltet.  2012 baute er eine Natursteinbrücke über den Mühlenbach von der Kreisstraße zum Pfarrheim.

Schon 1974 übernahm er die Federführung des Baus des Schützenschießstandes. Mit dem Heimatschützenverein Brenkhausen ist der ehemalige Oberst und erste Vorsitzende eng verbunden. 50 Jahre lang, von 1965 bis 2015 war er aktives Mitglied. In diesen Ämtern hat er auch viele Jahre die Organisation und die Durchführung des Heimatschützenfestes übernommen. Ebenfalls 50 Jahre lang, von 1979 bis heute, ist Hüls als Schiedsmann in Brenkhausen tätig.

„Wenn man sich die Tätigkeiten von Herrn Hüls über die Jahre so anschaut, kann man getrost sagen, dass er die Ortschaft Brenkhausen nachhaltig geprägt hat“, stellte Bürgermeister Fischer fest.

Hüls selbst bedankte sich wiederum bei seinen Helfer in Brenkhausen, mit denen er gemeinschaftlich viel für den Ort erreicht habe, und seiner Ehefrau, Inge, die ihn immer unterstütze. Er freute sich sehr über die Auszeichnung für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten: „Heute war schon Bescherung für mich.“

Die zweite Preisträgerin, Hedwig Floer wurde für ihr soziales Engagement geehrt. So ist sie seit Jahren bei der Caritas aktiv, um notleidenden Menschen zu helfen. Im Sinne der christlichen Nächstenliebe leistet die Caritas schnell und professionell Hilfe und setzet sich für den Zusammenhalt in der Gesellschaft ein. Floer unterstützt diese Arbeit unter anderem bei verschiedenen Veranstaltungen und hilft bei den Haussammlungen.

Für Ihre Mitmenschen setzt sich Frau Floer außerdem mit den Grünen Damen ein. Die Grünen Damen und die Grünen Herren engagieren sich in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, um alten oder kranken Menschen zu helfen. Dies kann ganz verschiedene Formen annehmen, von der Hilfe mit kleinen Erledigungen oder bei der Aufnahme hin zu der Begleitung im Alltag durch Gespräche oder Spaziergänge.

Hedwig Floer betreut die Bewohnerinnen und Bewohner im Nikolai Seniorenhaus, in dem sie auch selbst eine kleine Wohnung hat. Dort übernimmt sie die Sterbebegleitung und organisiert das Rosenkranzgebet für die Verstorbenen. Sie sorgt aber auch dafür, dass die Menschen auf den Stationen am Sonntag zum Gottesdienst gehen können, indem sie über die Stationen geht, die Menschen abholt und mitnimmt.

„Egal welches Anliegen man hat, sie hat immer ein offenes Ohr für andere und unterstützt und hilft trotz ihres Alters noch wo und wie sie kann – für sie ganz selbstverständlich“, hob der Bürgermeister hervor. An Hedwig Floer gewandt fügte er hinzu: „Auf Ihre eigene Art machen Sie die Welt vieler Menschen so ein Stück weit schöner. An Ihnen können wir uns alle ein Beispiel nehmen.“

„Diese kleinen wertvollen Dinge werden so schnell vergessen“, erklärte die Preisträgerin anschließend selbst. Sie sei unendlich dankbar, dass sie in ihrem Alter dennoch weiterhin für andere da sein könne. Außerdem verriet sie, dass sie den Preis und das mit ihm verbundene Preisgeld zuerst nicht annehmen wollte: „Mit solch einem Betrag Gutes tun zu können, hat mich dann doch überzeugt.“

Das Preisgeld soll „Strahlemännchen“ zugutekommen. Der Verein erfülle krebskranken Kindern Wünsche, erklärte Floer und berichtete von einem Mädchen, das noch einmal das Meer sehen wollte und so ans Steinhuder Meer gebracht werden konnte. „Ich freue mich, wenn mit der Summe wieder zwei Kindern ihre Herzenswunsche erfüllt werden kann“, sagte Hedwig Floer.

Auch Johannes Hüls wird das Preisgeld nicht für sich behalten, sondern in die Ortschaft investieren. Er möchte ein zweites Bienenhotel errichten. So unterstützen die beiden Träger des Ehrenamtspreises der Stadt Höxter 2019 weiterhin die Zwecke, für deren ehrenamtliches Engagement sie ausgezeichnet wurden.

 

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