Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Montag, 03. August 2020 11:50 Uhr
Kreis Höxter: Weiterer Corona-Fall bekannt
Sonntag, 02. August 2020 09:29 Uhr

NRW (red). Alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich ab Montag, 3. August 2020, kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Testungen sind vorerst bis zum 9. Oktober 2020 alle 14 Tage und in abwechselndem Turnus bei niedergelassenen Vertragsärzten (insbesondere Hausärzten) und in Testzentren möglich. Voraussetzung dafür ist, dass zur Testung ein Bestätigungsschreiben des jeweiligen Arbeitgebers bzw. für Kindertagespflegepersonen des Jugendamtes vorgelegt wird. Ein entsprechendes Schreiben wird noch in dieser Woche vom Schul- sowie vom Familienministerium versandt. Die Beschäftigten und Kindertagespflegepersonen können sich zur Terminvereinbarung und bei Fragen jederzeit an ihre Ärztinnen und Ärzte wenden.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Pünktlich zum Start der kostenfreien Testmöglichkeiten haben wir gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen für die Kindertagesbetreuung und Schulen ein einfaches und unbürokratisches Verfahren erarbeitet. Eine Bestätigung des Arbeitgebers bzw. des Jugendamtes reicht aus, um sich in einer Vertragsarztpraxis oder einem Testzentrum alle 14 Tage testen zu lassen. Wir wissen alle: Das Coronavirus ist immer noch da. Wir müssen weiterhin wachsam sein. Ich hoffe, dass die kostenlosen Testmöglichkeiten den Beschäftigten mehr Sicherheit geben, um auch in Schulen und der Kindertagesbetreuung wieder ein Stück weit mehr Normalität herzustellen. Ich danke ausdrücklich auch den Ärztinnen und Ärzten, die uns bei den Testungen unterstützen.“ 

Wesentliche Informationen im Überblick:

  • Eine kostenlose und freiwillige Testung auf das Coronavirus ist alle 14 Tage möglich.
  • Das Testangebot gilt ausdrücklich für alle Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen und alle Kindertagespflegepersonen sowie für die Beschäftigten in Schulen (Lehrpersonal, Beschäftigte des Offenen Ganztags sowie sonstiges sozial-/pädagogisches und nichtpädagogisches Personal)
  • Um die Testkapazitäten nicht zu überfordern, ist ein wöchentlich abwechselnder Turnus der Beschäftigten von Kindertagesbetreuung und Schulen vorgesehen.
  • Testmöglichkeiten für Kita-Beschäftigte und Kindertagespflegepersonen: KW 32, KW 34, KW 36, KW 38, KW 40
  • Testmöglichkeiten für Schulbeschäftigte: KW 33, KW 35, KW 37, KW 39, KW 41
  • Für die Testung ist ein Bestätigungsschreiben notwendig. Dieses erhalten die Berechtigten von Ihrem Arbeitgeber beziehungsweise bei der Schulleitung oder dem Jugendamt

Fragen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt, ob sie oder er eine Testmöglichkeit anbietet und vereinbaren Sie einen Termin. Bei entsprechenden Absprachen können die Testungen auch in der Kindertageseinrichtung bzw. Schule durchgeführt werden.  Informationen zu regionalen Testmöglichkeiten erhalten Sie auch bei der Arztrufzentrale der Kassenärztlichen Vereinigungen unter der Telefonnummer 116 117 (keine Terminvereinbarung).

Samstag, 01. August 2020 14:04 Uhr

Kreis Höxter (red). Die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Höxter steigt weiter leicht an. Waren Anfang der Woche drei Infektionen im Kreisgebiet bekannt geworden, stieg dieser Wert nun auf fünf aktive Infektionen an. Neben den Fällen in Borgentreich, Brakel und Höxter sind je ein Fall in Bad Driburg und erneut in Höxter gemeldet worden. Der 7-Tages-Inzidenz im Kreis Höxter bleibt weiter niedrig bei 2,82. Insgesamt sind bisher 378 Fälle bekannt geworden. 355 Personen sind genesen und 18 Personen sind im Zusammen mit dem neuartigen Virus verstorben.

Freitag, 31. Juli 2020 12:12 Uhr

Kreis Höxter (red). Deutschlandweit steigen derzeit wieder die Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus. „Diese besorgniserregende Entwicklung zeigt ganz deutlich: Das Virus ist noch da“, sagt Kreisdirektor Klaus Schumacher. Gemeinsam mit Michael Stickeln, Bürgermeister von Warburg und Sprecher der Bürgermeister im Kreis Höxter, appelliert er deshalb an die Menschen im Kreis Höxter, bei den Vorsichtsmaßnahmen nicht nachlässig zu werden – besonders in der jetzigen Urlaubszeit.

„Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verlangsamt. Im Kreis Höxter gab es zwischenzeitlich sogar gar keine nachgewiesene aktive Infektion mehr. Das zeigt, dass die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung gegriffen haben. Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger hat sich vorbildlich verhalten. Nun müssen wir gemeinsam verhindern, dass dieser Erfolg verpufft. Dazu kann jeder beitragen“, sagt Kreisdirektor Schumacher. „Die Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. Die Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, die Zahl der Menschen, zu denen sie Kontakt haben, gering zu halten und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen. Nähere und längere Kontakte sind auf ein Minimum zu reduzieren. Wo die Möglichkeit besteht, sollen Zusammenkünfte vorzugsweise im Freien abgehalten werden. Nur so kann die Pandemie wirksam eingedämmt werden.“

Auch Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Höxter, warnt davor, sich jetzt zu sehr in trügerischer Sicherheit zu wiegen. „Die Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung haben unserer Gesellschaft insgesamt bereits sehr viel abverlangt und sicher sind nach wie vor weitere Entbehrungen zu verkraften. Wir alle können aber durch verantwortungsvolles Verhalten daran mitwirken, dass die Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben so gering wie möglich ausfallen“, so Bürgermeister Stickeln.

Ein besonderer Risikofaktor für den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie sei die Urlaubs- und Reisezeit. Kreisdirektor Schumacher und Bürgermeistersprecher Stickeln weisen deshalb ganz deutlich auf die Reiseinformationen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hin:

  • Wer aus dem Ausland nach Deutschland einreist und sich 14 Tage vor Einreise in einem, vom RKI definierten Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich grundsätzlich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Ausnahmen sind möglich bei einer negativen Testung auf das neuartige Coronavirus maximal 48 Stunden vor Einreise beziehungsweise nach Einreise.
  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
  • Beim Husten und Niesen sollte unbedingt Abstand zu anderen gewahrt werde, die Armbeuge vor Mund und Nase gehalten oder ein Taschentuch benutzt werden.
  • Die Hände sollten regelmäßig gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden
  • In bestimmten öffentlichen Bereichen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Urlauberinnen und Urlauber können sich auf der Homepage des RKI www.rki.de alle Reiseinformationen nachlesen.

 

 

Dienstag, 28. Juli 2020 13:09 Uhr

Kreis Höxter (red). Nachdem der Kreis Höxter kürzlich keine aktive Corona-Infektion mehr vermelden musste, ist die Zahl der Infektionen nun auf drei Fälle angestiegen. Borgentreich, Brakel und Höxter haben demnach einen Fall gemeldet. Insgesamt sind mittlerweile 376 Corona-Fälle bekannt, davon sind 355 Personen genesen und 18 verstorben.

Region Aktiv
Sonntag, 09. August 2020 07:48 Uhr
Nicht kleckern, sondern klotzen: Sommerferien für Bauarbeiten im Schulzentrum genutzt
Sonntag, 09. August 2020 07:44 Uhr

Höxter (red). „Am Samstag kam es in der Freizeitanlage Höxter-Godelheim über mehrere Stunden zu teilweise unhaltbaren Zuständen“, berichtet Volker Rodermund, bei der Stadt Höxter als Abteilungsleiter für Wirtschaftsförderung und Tourismus zuständig für die Anlage: „Bereits am Vormittag mussten sämtliche Parkplätze an der Freizeitanlage wegen Überfüllung geschlossen werden. Im Laufe des frühen Nachmittages war die Anlange bereits überfüllt. Die nach der Coronaschutzverordnung notwendigen Abstände wurden vielfach nicht eingehalten. Im Zufahrtsbereich sorgten ein Rückstau, rücksichtsloses Fahren sowie fehlerhaftes und uneinsichtiges Parken in absoluten Halteverbotsbereichen für ein Verkehrschaos, sodass unter anderem auch die Rettungswege blockiert waren.“

Noch am Samstagabend tagte in Höxter ein Krisenstab aus Bürgermeister, Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Tourismus und dem durch die Stadt beauftragten Sicherheitsdienst, um die erforderlichen Maßnahmen für die Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung in der Freizeitanlage festzulegen.

So werden die PKW-Parkplätze an der Freizeitanlage zunächst für den morgigen Sonntag, 09. August komplett gesperrt.

Im Zufahrtsbereich zur Anlage besteht absolutes Halteverbot, um die Rettungswege freizuhalten. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden unverzüglich kostenpflichtig abgeschleppt. Auch die Zufahrtsstraße zum Taubenborn ist für den Verkehr gesperrt und steht nicht zum Parken zur Verfügung.

„Wir bedauern, dass wir den Zugang zu unserer stark frequentierte Freizeitanlage gerade bei diesem schönen Wetter aufgrund der heutigen Vorfälle einschränken müssen“, erklärt Höxters Bürgermeister Alexander Fischer: „Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher, um ihr Verständnis für diese leider notwendigen Maßnahmen.“

„Vor dem Hintergrund der nicht vorhandenen Zugänglichkeit für die Feuerwehr und den Rettungsdienst war dies leider die einzige Möglichkeit, um den notwendigen Schutz der Gäste zu gewährleisten“, sagt Stefan Fellmann, Ordnungsdezernent der Stadt Höxter.

„Auch die Polizei wird mit verstärkten Kräften vor Ort sein und gemeinsam mit dem städtischen Ordnungsamt und dem Sicherheitsdienst Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung kontrollieren und gegebenenfalls konsequent ahnden“, macht Hubertus Albers, Leiter der Polizeiwache Höxter, deutlich. So dürfen sich aktuell Gruppen von höchstens 10 Personen im öffentlichen Raum treffen, wenn sie mehr als 2 unterschiedlichen Haushalten angehören. Zu allen anderen Personen und Personengruppen muss weiterhin ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden. Dies gilt sowohl auf den Wiesen und am Strand als auch im Wasser.

„Gerade aufgrund der aktuellen Trockenheit und der dadurch erhöhten Brandgefahr erinnern wir auch noch einmal daran, dass Grillen und offenes Feuer in der gesamten Freizeitanlage streng verboten sind“, fügt Jürgen Schmits, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Höxter, hinzu.

„Wir appellieren erneut an alle Gäste der Freizeitanlage die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“, sagt Bürgermeister Fischer.

Sonntag, 09. August 2020 07:34 Uhr

OWL (red). Im letzten Jahr wurde zum Ausbildungsstart am 1. August das AzubiAbo Westfalen eingeführt, das Auszubildenden Mobilität mit Bus und Bahn im gesamten WestfalenTarif ermöglicht. Nach einem Jahr ziehen die Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger eine positive Bilanz.

Das Interesse am AzubiAbo Westfalen ist seit der Einführung am 1. August 2019 kontinuierlich gestiegen. Im ersten Monat August sind 6.000 AzubiAbos bestellt worden. Die Anzahl konnte im darauffolgenden Monat fast verdoppelt werden. Im März 2020 haben in Westfalen-Lippe über 20.000 junge Leute das AzubiAbo Westfalen genutzt.

„Die Verkaufszahlen liegen über unseren Prognosen. Das ist ein großer Erfolg. Wir haben damit ein attraktives Angebot entwickelt, das unsere Fahrgäste absolut positiv annehmen“, resümieren Odilo Enkel und Matthias Hehl, Geschäftsführer der WestfalenTarif GmbH. Durch die Corona-Pandemie ist die hohe Resonanz zwar etwas zurückgegangen, jedoch hat die große Mehrheit das AzubiAbo Westfalen behalten. „Für das Vertrauen in dieser Zeit bedanken wir uns sehr herzlich. Die Verkehrsunternehmen im WestfalenTarif sorgen auch weiterhin dafür, dass die Fahrgäste trotz Corona sicher von A nach B gebracht werden“, so die beiden Geschäftsführer.

Zum 1. August 2019 wurde die Einführung des AzubiAbos Westfalen zum Preis von 62 Euro von den Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern des WestfalenTarifs initiiert. Der Preis ist von der Preisanpassung zum 1. August 2020 nicht betroffen gewesen und bleibt damit unverändert attraktiv. Das AzubiAbo Westfalen kann dabei nicht nur von Auszubildenden genutzt werden, sondern auch von Teilnehmern am Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligen Sozialen/Ökologischen Jahr, Beamtenanwärtern des einfachen und mittleren Dienstes sowie von Personen, die für Weiterbildungsmaßnahmen Leistungen nach dem AFBG (z. B. Meisterkurs) erhalten.

Mit dem AzubiAbo Westfalen sind die Inhaber ganztägig im gesamten WestfalenTarif mit Bus und Bahn mobil – zur Berufsschule, zum Arbeitsplatz und in der Freizeit. Für 20 Euro mehr im Monat kann das landesweite NRWupgradeAzubi dazu bestellt werden. Mit der Kombination aus AzubiAbo Westfalen und NRWupgradeAzubi können alle Busse und Bahnen den gesamten Tag in ganz NRW genutzt werden.

Das AzubiAbo Westfalen kann online oder beim Verkehrsunternehmen vor Ort bestellt werden. Zu beachten ist, dass die Auszubildenden eine Bestätigung der Berufsschule oder des Ausbildungsbetriebs benötigen, um die Berechtigung für den Erwerb des AzubiAbos nachzuweisen. Ausführliche Informationen zum AzubiAbo Westfalen und zu den Bestellmöglichkeiten finden Interessierte unter: www.westfalentarif.de/azubiabo

Foto: KCM

Sonntag, 09. August 2020 07:28 Uhr

Marienmünster/Höxter (red). „Nach langer Zeit des Wartens freuen wir uns, dass es weitergeht und wir mit dem neuen Semesterprogramm wie geplant starten können“, sagt VHS-Leiter Rainer Schwiete anlässlich der Vorstellung des neuen VHS-Herbstprogramms. Das war schon ein Novum in der über 40-jährigen VHS-Geschichte, dass ein Semester unterbrochen und die meisten Kurse sogar aufgrund von Corona abgebrochen werden mussten.

Nun soll es aber zuversichtlich und hoffnungsfroh weitergehen und das Herbstsemester gestartet werden. „Allerdings tun wir das unter Berücksichtigung der Corona-bedingten Abstands- und Sicherheitsvorkehrungen“, erläutert Dr. Claudia Gehle. Das bedeutet vor allem, dass die Teilnehmerzahlen in den VHS-Räumlichkeiten i.d.R. reduziert werden müssen. „Ihre Gesundheit und auch die unserer Mitarbeiter und Dozenten liegt uns sehr am Herzen“, ergänzt sie. 

„Im Bereich der Wassergymnastik- und Aquafitnesskurse warten wir noch auf die neuesten Hygieneregeln bevor die Kursangebote freigegeben werden. Aber auch hier zeichnen sich Lösungen ab.“ 

Mit über 200 Bildungsangeboten ist das Herbstprogramm corona-bedingt etwas geringer ausgefallen als sonst, dennoch wird es wieder ein vielfältiges, buntes und motivierendes Kursangebot für die Bürgerinnen und Bürger in Höxter, Marienmünster und darüber hinaus sein. „Fühlen Sie sich von unserem Titelblatt inspiriert und ‚bleiben Sie neugierig‘", wirbt Rainer Schwiete für das neue Programmangebot. „Vieles was in der Vergangenheit selbstverständlich war, wissen wir nach den zurückliegenden Erfahrungen vielleicht gerade jetzt besonders zu schätzen. Wir hoffen, dass Bildung und Kultur auch dazugehören. Also nutzen Sie die wiedergewonnenen Möglichkeiten.“ 

Zum Beispiel mit dem Seminar „Ich denke viel an die Zukunft“ bei dem man sich mit der „neuen Normalität“ auseinandersetzen kann. Über 40 Vorträge und Einzelveranstaltungen stehen auf der Agenda, auch einige, die im Frühjahr nicht mehr stattfinden konnten. Am 11.09. geht es gleich mit der „Exkursion über die mittelalterliche Stadt Corvey“ los. In der beliebten Mittwochsakademie geht es am 23.09. um die Chancen und Gefahren mit Pflegeroboter. Die Reihe „Gegen das Vergessen“ anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes startet am 30.09. mit der Filmdokumentation „Der Tag an dem sie kamen“ über die letzten Kriegstage in unserer Weserregion. Aber auch die aktuell brisante gesellschaftspolitische Diskussion um „Meinungsfreiheit in Deutschland und seine Grenzen“ wird aufgegriffen. Ebenso sind die beliebten Rechts- und Verbraucherthemen u.a. zum Erben, zum Elterngeld oder zu den Gefahren am Telefon und an der Haustür, besonders für ältere Menschen wieder dabei.

Auch wenn Corona die Klima-Thematik etwas verdrängt hat, so gibt es auch diese Themen bei der VHS, u.a. zur Elektromobilität, zum Solarstrom oder zum eigenen Naturgarten, gerade im Hinblick auf die Landesgartenschau 2023. Neu ist das Thema zum Einstieg in die künstliche Intelligenz „Hey, Siri, wie funktionierst du eigentlich?“.

Im Kulturbereich wird Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag nachgeholt. Daneben warten zahlreiche Kreativkurse zum Malen, Fotografieren, Musizieren und Tanzen. 

Der Gesundheitsbereich startet noch vor dem offiziellen Semesterstart Mitte September mit der Fortführung der so erfolgreich angenommen Schnupperkurse ab dem 20. August Open-Air im Innenhof der VHS. Danach haben die Interessenten die Wahl aus über 60 verschiedenen Kursangeboten zur Entspannung und Bewegung.

Zu den Klassikern der VHS gehören auch weiterhin die Sprachkurse, der Bereich der IT, mit Angeboten für Smartphone, PC oder Office-Anwendungen sowie die Kurse zur beruflichen Bildung, die natürlich nicht fehlen. 

„Das neue Semester stellt uns organisatorisch vor große Herausforderungen, insbesondere wenn wir aus Sicherheitsgründen nur ein reduziertes Platzangebot vorhalten können und der Nachfrage nicht nachkommen können. Da bitten wir vorab schon mal um viel Verständnis und frühzeitige Anmeldungen für die Veranstaltungen“, appelliert Rainer Schwiete an die Interessenten.

Ab dem 10. August werden die Hefte in den bekannten Auslagestellen bei Geschäften, Praxen und Banken verteilt und die Kurse auch online unter www.vhs-hoexter.de auf der neu gestalteten Homepage freigeschaltet. Ebenso kann das Bildungsangebot auch über die vhsApp aufgerufen und gebucht werden.

Foto: VHS Höxter

Sonntag, 09. August 2020 07:15 Uhr

Höxter (red). Die Stadtbücherei Höxter plant in diesem Jahr eine komplette Neugestaltung der Kinderbibliothek in ihren Räumen. In einem vom Land NRW durch die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken finanziell geförderten Projekt soll der Kinderbereich modernisiert und den heutigen Bedürfnissen der Kinder von 0 bis 12 Jahren angepasst werden.

„Niedrigere Regale, mehr Sitzgelegenheiten, fröhliche Farben“, so die Vorstellungen der Bibliotheksleiterin Christiane Bode. Durch die flexible Möblierung mit rollbaren Regalen können Veranstaltungen im Kinderbereich stattfinden. Ein Sitzpodest soll zum gemeinsamen Lesen einladen.

„Im ersten Schritt wurde als Vorbereitung während der Schließzeit in den Sommerferien der Medienbestand für Jugendliche gesichtet und in den hinteren Teil der Bücherei verlegt“, erklärt Bode. Dort wird nun alles für die Zielgruppe ab 13 Jahren präsentiert - auch die Konsolenspiele haben hier ihren Platz gefunden.

„Der Medienbestand der Sachbücher und Ratgeber wurde zeitgleich aktualisiert“, berichtet die Bibliotheksleiterin außerdem. Viele veraltete Bücher wurden vom Büchereiteam aus dem Bestand genommen. „So konnten wir neuen Platz für die Präsentation von Medien schaffen.“ Langfristig sollen auch in den weiteren Räumen der Bücherei neue Lese- und Lernplätze entstehen.

Ab Montag, 10. August kann die Stadtbücherei wieder während der regulären Öffnungszeiten genutzt werden. Diese sind: Montag 14-18 Uhr, Dienstag 13-18 Uhr, Mittwoch 8-13 Uhr, Donnerstag 14-19 Uhr, Freitag 14-18 Uhr. Es kann zu Wartezeiten kommen, da die Besucheranzahl begrenzt ist. Es gelten weiterhin besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Foto: Stadt Höxter

Blaulicht
Sonntag, 09. August 2020 09:43 Uhr
Nach Unfall: Motorradfahrer muss in Klinik geflogen werden
Sonntag, 09. August 2020 09:39 Uhr

Lüchtringen (red). Ein 44-jähriger Mann aus Höxter befuhr am Samstag, gegen 14:30 Uhr, mit seiner landwirtschaftlichen Zugmaschine den Feldweg (zugleich Radweg) von Lüchtringen in Richtung Holzminden (Unteres Feld). An einer Einmündung kam dem Traktorfahrer ein Radfahrer auf seiner Fahrbahnseite entgegen. Der 50-jährige Radfahrer aus Voerde konnte nicht mehr bremsen oder ausweichen und stieß gegen ein Hinterrad des Traktors. Durch den Aufprall und da der Radfahrer keinen Helm getragen hatte zog er sich Kopfverletzungen zu, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Das Fahrrad wurde durch den Unfall beschädigt.

Freitag, 07. August 2020 19:55 Uhr

Höxter/Brakel (red). Für zwei hochwertige Fahrräder sucht die Polizei Höxter die rechtmäßigen Besitzer. Bei dem ersten Modell handelt es sich um ein Mountainbike der Marke Bergsteiger, Modell Kodiak X6, in den Farben grün/schwarz. Es wurde im Bereich Friedrich-Wilhelm-Weber-Straße in Höxter aufgefunden und von der Polizei sichergestellt.

Ein weiteres Fahrrad war in Brakel im Bereich der Straße "Am Heineberg" aufgefunden worden. Es handelt sich um ein schwarzes Mountainbike der Marke Cube. Wer Angaben zu den Eigentümern dieser Räder machen kann, sollte sich mit der Polizei in Höxter unter Telefon 05271/962-0 in Verbindung setzen.

Dieses Fahrrad wurde in Höxter gefunden.

Foto: Polizei

Freitag, 07. August 2020 09:00 Uhr

Boffzen-Lauenförde (red). Bis in die späten Abendstunden dauerte der Einsatz der Feuerwehr noch in Lauenförde noch an. Zunächst musste nur ein Containerbrand auf dem ehemaligen Herlag-Gelände in Lauenförde gelöscht werden, zu dem am Donnerstagnachmittag um kurz vor 17 Uhr zuerst die Ortsfeuerwehr Lauenförde alarmiert wurde.

Der Brand auf dem Gelände der ehemaligen Firma Herlag in der Meintestraße in Lauenförde war schnell unter Kontrolle gebracht, allerdings ist durch das Feuer und die Hitzestrahlung eine LKW-Wechselbrücke mit einer unbekannten Flüssigkeit beschädigt worden. Bei genauem Hinsehen stellten die Feuerwehrleute fest, dass sich fast 20 Behälter mit der unbekannten Flüssigkeit auf der Wechselbrücke befanden. Sofort wurde die unbekannte Gefahr erkannt und der Gefahrgutzug der Feuerwehr Holzminden zum Einsatzort in die Meintestraße geordert. Der vermeintliche Gefahrstoff wurde daraufhin unter speziellen Gefahrstoff-Schutzanzügen von dem Auflieger entfernt. Eine Analyse, um welchen Stoff es sich handelt, liegt uns immer noch nicht vor.

 

Fotos: red

Donnerstag, 06. August 2020 19:07 Uhr

Lauenförde (red). Starke Rauchentwicklung: Die Feuerwehr der Samtgemeinde Boffzen und der Gefahrgutzug Holzminden befinden sich derzeit im Großeinsatz. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Herlag in Lauenförde in der Meintestraße ist aus bislang ungeklärter Ursache ein etwa zehn Meter langer Container unter einem Wellblechdach in Brand geraten. Ein starker Rauchpilz stieg daraufhin empor, der in ganz Lauenförde zu sehen war. Die Ortsfeuerwehr hatte den Brand auf dem abgeriegelten Gelände unter Tragen von Atemschutz schnell unter Kontrolle. Weil jedoch eine unbekannte Flüssigkeit aus dem Container ausläuft, ist nun auch der Gefahrgutzug aus Holzminden im Einsatz. Die Einsatzstelle ist weiträumig abgesperrt. Um was für eine Flüssigkeit es sich handelt, kann die Feuerwehr noch nicht sagen.

Fotos: red

Politik
Donnerstag, 06. August 2020 11:00 Uhr
Daniel Razat besucht Albaxer Biogasanlage - Regenerative Energiequellen für Höxters Zukunft
Mittwoch, 05. August 2020 17:16 Uhr

Höxter (red). Zu der Presseberichterstattung bezüglich des sogenannten „Horrorhauses“ in Bosseborn nimmt Höxters Bürgermeister Alexander Fischer wie folgt Stellung: „Es ist für mich unverständlich, wie dieses grauenvolle Thema, durch das Höxter und Bosseborn über ein Jahr lang europaweit mit Negativschlagzeilen in der Presse ausgeschlachtet worden sind, nun wieder durch die CDU medienwirksam zum Wahlkampfthema erhoben wird, um mir in meinem Amt als Bürgermeister Gleichgültigkeit und Untätigkeit vorzuwerfen. Diese Vorwürfe weise ich entschieden zurück.

Unmittelbar nachdem die schrecklichen Vorfälle in Bosseborn öffentlich bekannt geworden sind, habe ich sowohl mit den Bürgerinnen und Bürgern als auch mit dem Ortsauschussvorsitzenden zahlreiche Gespräche geführt, um ihnen meine Unterstützung und Hilfe zuzusichern.

Unsere Stadt und unser Höhendorf standen damals über Monate hinweg in den Schlagzeilen. Aber nicht als eine liebenswerte Stadt, in der man gut leben und Urlaub machen kann, sondern als eine Stadt in der bestialische Taten begangen wurden, die Stadt mit dem „Horrorhaus“. Über Wochen belagerten Pressevertreter den Ort, befragten ungebeten die Anwohnerinnen und Anwohner. Gegenüber Funk, Fernsehen und Printpresse habe ich in Gesprächen und Interviews immer wieder deutlich gemacht, dass diese schrecklichen Vorfälle die Taten Einzelner waren, die hierfür die Verantwortung tragen müssen und nicht etwa die Stadt oder die Ortschaft.  Vor allem war es den Bürgerinnen und Bürgern damals wichtig, dass wieder Ruhe in das Dorf zurückkehrt. Auch hierfür habe ich mich eingesetzt und entsprechend gegenüber der Presse appelliert. Für mich war es wichtig, den Bossebornerinnen und Bossebornern zu helfen und auch einen befürchteten Imageschaden gegenüber unserer Stadt abzuwenden. Denn es  sind unsere Ortschaften, die maßgeblich zur Lebensqualität unserer Stadt beitragen.

Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass dieses Haus abgerissen werden soll, da es, solange es existiert, immer wieder mit diesen schrecklichen Vorfällen in Zusammenhang gebracht werden wird.

Vor diesem Hintergrund kann ich auch die Idee des Ortsausschusses, die Stadt Höxter solle dieses Grundstück erwerben und das Gebäude gegebenenfalls einem Abriss zuführen, durchaus nachvollziehen.

Wir als Stadt haben uns im letzten Jahr intensiv darum bemüht, die Voraussetzung für einen Erwerb des Grundstückes zu schaffen. Mit dem Bauamt stehe ich in dieser Sache in einem ständigen Austausch.

Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass das Gebäude seinerzeit von der Staatsanwaltschaft Paderborn beschlagnahmt wurde und damit in das Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen übergegangen ist. Nach Angaben der Behörden konnte eine Entscheidung, wie mit dem Grundstück verfahren werden soll, unter anderem aufgrund der langen Verfahrensdauer noch nicht in den zuständigen Ministerium in Düsseldorf herbeigeführt werden. Erst, nachdem das Land NRW hier eine Entscheidung getroffen hat, kann das Objekt überhaupt erst veräußert werden.

Hier wäre es angebracht gewesen, wenn die Mitglieder des Ortsausschusses zunächst einmal Rücksprache mit mir gehalten hätten, um die Sach- und Rechtslage zu erläutern. Dies wäre gerade vor dem Hintergrund der Besonderheit des Themas angebracht gewesen, da es nicht unwahrscheinlich ist, dass Bosseborn hierdurch wieder negativ überregionales mediales Interesse hervorrufen kann.“

Foto: Kube

Mittwoch, 05. August 2020 10:54 Uhr

Brakel (red). Auf reges Interesse stieß am vergangenen Freitag die Möglichkeit zur Besichtigung des Umbauprojektes ehemalige Fachhochschule für Finanzen, zu der der Ortsverband der CDU-Brakel eingeladen hatte. An der Besichtigung nahm auch Landratskandidat Michael Stickeln teil, der sich begeistert von dem Projekt und der Schaffenskraft der Investoren zeigte.

Nach Begrüßung durch den Ortsverbandsvorsitzenden Wolfgang Koppi erläuterten die Hausherren Eike und Peter Sünkeler in einer einstündigen interessanten Führung die bereits durchgeführten Maßnahmen und das Nutzungskonzept. Neben Apartments im betreuten Wohnen werden altengerechte Wohnungen, ein Kindergarten, die Verwaltung der Lebenshilfe und die Volkshochschule in dem weitläufigen Gebäude ihre Heimat finden.

"Man sah, in dem Projekt steckt viel Herzblut und es wird eine absolute Aufwertung des Standortes", betonte auch der Stadtverbandsvorsitzende Hermann Steinhage. Bürgermeister Hermann Temme ergänzte, dass Politik und Verwaltung hinter dem Projekt stehen würden und es durch persönlichen Einsatz stets unterstützt hätten.

Der Umbau der Fachhochschule, da waren sich die Teilnehmer der Exkursion einig, ist ein Gewinn für Brakel.

Foto: CDU

Wirtschaft
Freitag, 07. August 2020 09:54 Uhr
"Virtual Reality" in der Pflege: KHWE entwickelt digitale Lernmodule – Kooperation mit DRK
Freitag, 07. August 2020 09:43 Uhr

Beverungen (red). Sie möchte die Versorgung der Menschen in den Krankenhäusern, in der ambulanten Pflege und Pflegeeinrichtungen noch stärker vernetzen: "Vor allem aber möchte ich Senioren ein gutes Zuhause bieten", ist Ruth Fürsch fest entschlossen. Die 58-Jährige ist neue Einrichtungsleiterin im St. Johannes Baptist Seniorenhaus der KHWE.

Damit übernimmt Fürsch die Nachfolge von Bianca Butterwegge, die Beverungen nach mehr als 20 Jahren verlassen und sich künftig um die Geschicke des St. Nikolai Seniorenhauses Höxter kümmern wird – sie folgt auf Heribert Fischer, der sich in wenigen Tagen in den Ruhestand verabschiedet. "Ich darf ein gut geführtes Haus übernehmen", sagt Fürsch, " in den kommenden Wochen möchte ich hören, ob und wo bei den Mitarbeitern der Schuh drückt und mit ihnen gemeinsam Ideen für die Zukunft entwickeln."

Nach ihrer Ausbildung war die 58-Jährige aus Kassel in der Krankenpflege tätig, bevor sie 1996 in die Altenpflege wechselte und sich zur Pflegedienstleitung weiterbildete. Dann studierte sie Soziologie und Politikwissenschaft mit Magisterabschluss und kehrte 2007 zurück in die Altenpflege. Sie war am Aufbau eines privaten Seniorenpflegeheims beteiligt, bei der Heimaufsicht tätig und ab 2014 Leiterin des kommunalen Alten- und Pflegeheims in Korbach. Zuletzt war sie Geschäftsführerin der Seniorenwohnanlagen (SWA) in Kassel mit 424 betreuten Seniorenwohnungen, 92 Pflegeplätzen und einem ambulanten Pflegedienst. 

Neben der Leitung des St. Johannes Baptist Seniorenhauses kümmert sich Fürsch zusätzlich um die strategische Weiterentwicklung der Pflegebereiche innerhalb der KHWE. "Das Unternehmen mit seiner hohen Werteorientierung bietet älteren Menschen nach einem Krankenhaus-Aufenthalt mit den Seniorenhäusern und den ambulanten Pflegestationen eine vollumfängliche Versorgung", sagt Fürsch, die diese Zusammenarbeit innerhalb der Holding künftig weiter stärken möchte – für die Patienten, für die Bewohner. "Mit Frau Fürsch gewinnen wir eine Mitarbeiterin mit Kompetenz und Erfahrung, die unser Unternehmen stärken wird", freut sich KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. 

Erst vor wenigen Tagen in Beverungen angekommen, verbringt Ruth Fürsch ihre Mittagspause schon jetzt am liebsten mit einem kleinen Spaziergang durch die Stadt. "Ich möchte auch im Ort gut vernetzt sein und Zug um Zug die Angehörigen der Bewohner, aber auch Vereine, Verbände und Institutionen kennenlernen", sagt sie. Die Mutter zwei erwachsener Kinder und Oma eines Enkelkindes liebt nicht nur ihre Arbeit, sie tanzt Tango aus Leidenschaft, kocht gerne mit Gemüse aus dem eigenen Garten oder macht Sport. Rutsch Fürsch: "Ich bin schon aus Hessen über den Weserradweg nach Beverungen geradelt und es war herrlich. Es ist einfach schön hier!"

Erweiterung an der Burgstraße

Seit wenigen Wochen laufen die Bauarbeiten für die Erweiterung des Seniorenhauses an der Burgstraße. Damit sollen künftig neben Wohnungen für Betreutes Wohnen ausschließlich Einzelzimmer mit Bad zur Verfügung stehen. Mit einziehen wird dann auch die Caritas Pflegestation Beverungen, außerdem soll an diesem Standort eine Tagespflege neu etabliert werden. "Unser Haus ist immer voll belegt und ich möchte die hohe Qualität weiterhin halten", ist Ruth Fürsch fest entschlossen. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.

Foto: KHWE

Donnerstag, 06. August 2020 11:19 Uhr

Höxter (red). Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL ist im Kreis Höxter hauptsächlich für die Auszeichnung der familienfreundlichen Unternehmen oder den Wirtschaftsdialog bekannt. Das tatsächliche Portfolio, des hier von Gerrit Fischer betreuten Projekts, umfasst aber noch viele weitere Themen. Die Kernaufgabe ist, die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu bestärken und die beruflichen Chancen von Frauen zu erhöhen. Daraus entstehen Veranstaltungen zum Thema Ausbildung, Wiedereinstieg in das Berufsleben, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gendersensible Einstellungsverfahren. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und der Gleichstellungsstelle im Kreis Höxter, kommen in normalen Jahren schon mal 12 Veranstaltungen zusammen.

Nicht so in 2020. Fünf Veranstaltungen mussten allein im ersten Halbjahr abgesagt und umgeplant werden. Darunter auch die beliebte Zertifikatsübergabe für die familienfreundlichen Unternehmen.

Aus dem Homeoffice wurden dann neue Veranstaltungsformate konzipiert und schon im April konnten die ersten Online Formate durchgeführt worden. „Mein erstes Online-Seminar habe ich aus dem Wohnzimmer gehalten“ erklärt Fischer „Ich musste ein bisschen umbauen aber die Technik hat reibungslos funktioniert und vor allem haben die Teilnehmenden super mitgemacht. Für mich der perfekte Start.“

Der Umstieg auf Online-Seminare ist ein Erfolg. „Unsere Themen sind grade brandaktuell, ob es Führen aus der Ferne ist, arbeiten in virtuellen Teams, das Thema mobiles Arbeiten oder Arbeitszeitgestaltung, wenn Schichtmodelle auf einmal auch in Büros umgesetzt werden „müssen“ und die Befürchtung, dass der Austausch durch die virtuelle Umgebung leidet, konnte inzwischen wiederlegt werden. Die Teilnehmenden können über ihr Mikrofon direkt mitreden oder Fragen in den Chat schreiben. Außerdem gibt es eine Reihe von Tools, die den Dialog unterstützen. Digitale Pinnwände helfen beim Sammeln von Ergebnissen, große Gruppen können in kleine „Räume“ aufgeteilt werden und dort Gruppenarbeiten machen, Meinungen können über Abfrageprogramme eingeholt und die Ergebnisse live eingespielt werden. 

Am 18. August findet die nächste digitale Veranstaltung für die Unternehmen im Kreis Höxter statt. Thema ist „Familienfreundliche Ad-hoc-Lösungen nachhaltig in die Unternehmenskultur integrieren“.

In den letzten Monaten ist klar geworden, wie wichtig eine funktionierende Kinderbetreuung ist und dass die zu pflegenden Angehörigen während der eigenen Arbeitszeit betreut werden. Als das auf einmal weggefallen ist, sind Unternehmen kreativ geworden und haben Lösungen für ihre Beschäftigten gefunden. Bevor diese jetzt wieder in der Schublade verschwinden, gibt Referentin Christiane Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. einen Impuls und zeigt am Beispiel des mobilen Arbeitens, was bei der Einführung neuer Arbeitsmodelle berücksichtigt werden muss und wie diese nachhaltig in die Unternehmenskultur integriert werden können.   

Ein Fokus wird in der Veranstaltung auch auf den Austausch zwischen den Unternehmen  gelegt. „Erfahrungsberichte oder Ideen von Unternehmen haben einen großen Mehrwert für die anderen Teilnehmenden, deshalb ist es mir wichtig, dass die familienfreundlichen Unternehmen - und alle die sich für das Thema interessieren - auch untereinander sprechen können.“ ergänzt Fischer zum Ablauf und regt die Fach- und Führungskräfte der Unternehmen aus dem Kreis Höxter an, sich auf www.frau-beruf-owl.de anzumelden oder sie für weitere Informationen zu kontaktieren g.fischer@ostwestfalen-lippe.de. Auch wer im Verteiler des Kompetenzzentrums aufgenommen werden möchte, um zukünftig über die Angebote und Veranstaltungen informiert zu werden, kann sich bei ihr melden.

Gerrit Fischer und das ganze Team des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL freuen sich, wenn auch wieder Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden können, denn persönliche Gespräche und das Netzwerken sind wichtige Bestandteile ihrer Veranstaltungen. Ganz verzichten wollen sie auf die Online-Formate aber nicht mehr - sie sind eine gewinnbringende Ergänzung zum Portfolio.

Foto: GfW

Sport
Dienstag, 04. August 2020 11:14 Uhr
Mit Abstand läuft es rund: Sportabzeichen gut angelaufen
Dienstag, 04. August 2020 10:44 Uhr

Höxter (red). Über Stock und Stein ging es bereits in den vergangenen Jahren bei den Mountainbiketouren des Jugendtreffs Höxter. "Die Touren sind super angekommen. Wir wollen auch diesen Herbst wieder mit den Jugendlichen in die Wälder rund um Höxter starten“, erklärt Peter Kamischke-Funk vom Jugendtreff, der die Touren begleitet. Immer dienstags ab 16.00 Uhr können Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren mit einem Betreuer das Wesertal um Höxter und die umliegenden Berge erkunden.

„Wir starten immer, solange es das Wetter zulässt“, fügt Kamischke-Funk hinzu: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen für alle Termine zusammen nur 20 Euro bezahlen. Wir müssen aber leider auf eine Anmeldung bestehen.“  Vom Teilnehmerbeitrag werden Getränke und Snacks bezahlt. „Die einzige Teilnahmevoraussetzung ist ein funktionstüchtiges Mountainbike und ein Helm“, macht Kamischke-Funk deutlich. Die Angebote des Jugendtreffs richten sich immer an den Interessen und Bedarfen der Jugend aus. „Nach dem großen Longboardtrend der vergangenen Jahre, ist es seit zwei Jahren das Mountainbike, das viele Kids unter freien Himmel lockt. Das wollen wir gerne unterstützen“, fasst Jennifer Fröhlich, Mitarbeiterin im Juzi, zusammen.

Anmeldungen und weitere Informationen gibt es im Jugendtreff Höxter, Brenkhäuserstr. 3, 37671 Höxter, unter www.juzi-hoexter.de und unter 0173 6694 613.

Zusammenfassung

  • Was: Mountainbiketouren
  • Wann: ab 11. August 2020 immer dienstags ab 16.00 Uhr, Treffpunkt Juzi Höxter
  • Wer: ab 11 Jahren
  • Kosten: 20 Euro pauschal
Freitag, 03. Juli 2020 10:17 Uhr

Kreis Höxter (red). Nach nur einem Jahr in der Bezirksliga steigt Marco Ehrlich in der Saison 2019/2020 in die Landesliga auf. Das gab der Verbandsschiedsrichterausschuss am Freitag, 19. Juni 2020 bekannt. Zusätzlich steigen insgesamt 6 weitere Schiedsrichter in die Bezirksliga auf.

Im November 2015 legte der Hohenwepeler seine Schiedsrichterprüfung ab und steigerte von Jahr zu Jahr seine Leistungen. Seit 2017 ist Marco im Perspektivteam des Kreises Höxter und stieg bereits im letzten Jahr in die Bezirksliga auf.

Von dort gelang ihm jetzt der direkte Durchmarsch in die Landesliga. Marco zeigte bis zum im März eingestellten Spielbetrieb in seinen Beobachtungen überzeugende Leistungen. Der FLVW Kreis Höxter hat nun neben Florian Greger (Westfalenliga) einen weiteren Schiedsrichter in den Verbandsspielklassen. Jessica Hildebrandt, Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichterausschusses und ihr gesamtes Team freuen sich sehr für Marco und sind stolz, dass wir nun nach langem Warten wieder einen Aufsteiger in die Landesliga haben.

„Für mich bedeutet der Aufstieg in die Landesliga den bisherigen Höhepunkt meiner Schiedsrichterlaufbahn und die Freude nach der Bekanntgabe war schon sehr groß. Jetzt warte ich auf den Start der nächsten Saison und bin gespannt was die Zukunft als Schiedsrichter für mich noch bringen wird“, so der Hohenwepeler.

Mit Kevin Bauer (1. FC Aa Nethetal), Michael Dorstewitz (FC Germete/Wormeln), Torben Meier (SSV Würgassen), Guido Müller (SF Calenberg), Bahatthin Oezdem (SV Scherfede/Rimbeck) und Nico Stiewe (SV Dringenberg) steigen gleich sechs Schiedsrichter in die Bezirksliga auf. Schön zu sehen ist, wie sich die Schiedsrichter des Perspektivteams durch Spielbeobachtungen und zahlreichen Schulungen weiterentwickeln. Das 3 von 6 Aufsteigern aus dem Perspektivteam kommen, sollte besonders auch für junge Schiedsrichter ein Anreiz sein. Wichtig ist aber auch, dass erfahrene ALiga Schiedsrichter durch sehr gute Leistungen den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen können.

Foto: red

Panorama
Donnerstag, 23. Juli 2020 11:20 Uhr
IHK begrüßt Wiederaufnahme der täglichen Flugverbindung Paderborn-München
Donnerstag, 09. Juli 2020 12:55 Uhr

NRW (red). Weniger Kriminalität in Nordrhein-Westfalen: Seit Beginn der Corona-Pandemie liegt die Zahl der Delikte deutlich unter den Werten des Vorjahres. Zwischen Anfang März und Ende Juni dieses Jahres gab es insgesamt 365.676 Strafanzeigen. Das sind 107.954 Anzeigen weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Das ist ein Rückgang um knapp 23 Prozent. „Wenn das öffentliche Leben zurückgefahren wird, passiert auch weniger. Weniger Strafanzeigen, das ist eine erfreuliche Entwicklung. Auch wenn es nur vorläufige Zahlen sind, können wir schon erste Trends erkennen. Der Rückgang gilt für fast alle Arten von Delikten“, sagte Innenminister Herbert Reul in einer „Corona-Zwischenbilanz“ kurz nach Ende des ersten Halbjahres 2020. Dabei ging es um die Kriminalitätsentwicklung während der Pandemie und die Entwicklung der polizeilichen Einsätze im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung.

So sank die Zahl der Wohnungseinbrüche um 30 Prozent von 7.561 auf 5.290 Fälle. Die Zahl der Raubüberfälle nahm im selben Zeitraum um 26 Prozent von 3.819 auf 2.821 Fälle ab. Die Zahl der Taschendiebstähle sank um 39 Prozent von 10.638 auf 6.511 Fälle. Straftaten, bei denen ältere Menschen Opfer wurden, gingen um 11 Prozent von 13.550 auf 12.104 Fälle zurück.

Bei der häuslichen Gewalt gab es von März bis Juni dieses Jahres einen Rückgang um 21 Prozent von 13.230 auf 10.479 Fälle. „Gerade bei häuslicher Gewalt müssen wir mit unseren Einschätzungen sehr vorsichtig sein und die Entwicklung genau beobachten. Aber die Vermutung liegt nahe: Wenn die Menschen über eine längere Zeit auf engem Raum zusammen sind, wird es zu mehr häuslicher Gewalt kommen. Doch diesen Schluss lassen die Zahlen bislang nicht zu. Klar ist: Die NRW-Polizei geht jedem Hinweis konsequent nach“, so der Minister.

Veränderungen gab es zum Teil bei Betrügereien und Trickdiebstählen. „Vor allem zu Beginn von Corona gab es einige Fälle, bei denen sich Betrüger als angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts ausgaben und Corona-Tests verkaufen wollten, der ,Enkeltrick im weißen Kittel‘“, sagte der Minister.

Zu Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung kam es vor allem um die Osterfeiertage und zuletzt an den vergangenen Wochenenden in den Städten. Die Polizei hat vom 25. März bis Ende Juni tausende Verstöße und 50.587 Personen festgestellt. Davon waren 36.837 Erwachsene, 11.404 Jugendliche und 2.346 Kinder. „Die meisten Menschen verhalten sich vorbildlich und diszipliniert. Trotz des Verbots gibt es aber einige, die sich nicht an die Regeln halten. Der Drang nach frischer Luft ist nachvollziehbar, aber Corona ist noch nicht vorbei. Es gibt so viele schöne Ecken in Nordrhein-Westfalen, da müssen sich nicht alle in der Altstadt treffen“, so Reul.

Positiv angetan zeigte sich der Minister vom Verhalten der Fußball-Fans während der Geisterspiele in der Bundesliga. Diese verliefen größtenteils ohne Zwischenfälle. „Wir waren gespannt, wie die Fans reagieren würden. Und wir sind froh, dass sie sich in den allermeisten Fällen vorbildlich verhalten haben. Gesundheitsschutz und Fußballbegeisterung lassen sich sehr wohl miteinander verbinden“, sagte Reul.

Der Minister ging auch auf die Versammlungen gegen die Corona-Schutzverordnung ein. Gleich zu Beginn der Pandemie gab es Demonstrationen gegen das Kontaktverbot. Im Mai nutzten dann aber auch Selbstdarsteller, Verschwörungsideologen und Extremisten die Unsicherheit aus und riefen teilweise sogar zu Straftaten auf. Zuletzt fanden angesichts der Einschränkungen im Kreis Gütersloh Versammlungen statt. Im Zeitraum März bis Juni gab es insgesamt in Nordrhein-Westfalen über 850 Versammlungen. Dabei ging es fast ausschließlich um die Einschränkungen durch die Corona-Schutzverordnung.

Donnerstag, 09. Juli 2020 10:31 Uhr

Paderborn (red). Der Paderborner Freizeitpark steht in den Startlöchern. Wenn am Freitag, 10. Juli, ab 14 Uhr in Paderborn-Schloß Neuhaus unmittelbar an der A 33 das Tivoli-Wunderland seine Pforten öffnet, ist Spaß für die ganze Familie garantiert. Auf fast 20.000 Quadratmeter locken auf dem Gartenschaugelände in dem bis Ende August geplanten Freizeitpark viele Attraktionen, die groß und klein begeistern werden.

Die "Crazy Mouse XL" bietet Achterbahn Spaß für die ganze Familie. Mit Tempo, Steilfahrten und Kurven, wird jede Fahrt zu einem rasanten Erlebnis. Wer den Nervenkitzel in der Höhe liebt, kommt mit "Jekyll & Hyde" auf seine Kosten. In 42 Meter Höhe werden die Besucher mit einer Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h in die Höhe befördert.

Etwas ruhiger, aber dennoch hoch hinaus geht es mit dem Kettenflieger "Sky Dancer" zu einem sanften und unvergleichlich schönen Flugerlebnis in etwa 50 Meter Höhe. Als Hoch- und Rundfahrgeschäft bietet "Mr. Gravity" mit seiner 90 Grad steilen Fahrweise ein vollkommen anderes Fahrerlebnis, dass die Besucher bis zu 18 Meter in die Höhe rotiert.

Auch mit dem Fahrgeschäft "Rocket" fliegen die Fahrgäste mit der Gondel in 25 Meter Höhe. Die frei schwebende Sitzposition und die in zwei Richtungen rotierende Gondel geben dem Flug zusätzlich einen besonderen Kick. Die Kombination aus gemütlich und actionreich bietet das Fahrgeschäft "Heroes". Mit 22 Umdrehungen pro Minute wird auch hier jede Fahrt zu einem einmaligen Abenteuer.

Wer selber gern am Steuer sitzen möchte, kann das im Tivoli-Wunderland auch tun. Der Autoscooter "Lowrider" bietet mit seinen 26 Autos einen garantierten Fahrspaß. Neben diesem Klassiker darf natürlich mit dem Musik-Express ein anderer nicht fehlen. Hier können die Gäste des Freizeitparks eine schnelle und erstklassige Berg- und Talfahrt erwarten.

Urlaubsfeeling und jede Menge Unterhaltung bietet "Viva Cuba" auf vier Etagen mit 39 Spielen. Freuen kann man sich auf einen Wasserparcour, Drehscheiben, Wackeltreppen, eine extra hohe Kirchturmrutsche und noch vieles mehr. Die 35 Meter lange "Tivoli-Rutsche" verspricht für alle kleinen und großen Besucher ein einmaliges Rutschvergnügen.+++ Auch an die kleinen Gäste des Freizeitparks ist gedacht. So können im "Ottifanten" Flieger die Kinder einen großartigen Wellenflug erleben, der sie mit Kinderliedern die Fahrt über begleitet. Im Rundfahrgeschäft "Timmys Zeitreise" können die Kinder in unterschiedlichen Fahrzeugen die Fahrt erleben und dabei auch sprechende Hupen bedienen. Austoben, klettern, rutschen und verstecken können sich die Kleinsten in der Dschungel-Erlebniswelt des Geschäftes "Wild Kids". Auch der "Kinder-Traum" ist ein aufregendes Fahrzeugkarussell, das die Kinder mit Freude besuchen werden. In der Gunst der Jüngsten dürfte auch das "Bungee Trampolin" stehen. Hier können sich die kleinen Gäste nochmal auspowern und zeigen, wie hoch sie springen können.

Foto: Stadt Paderborn

Dienstag, 07. Juli 2020 09:56 Uhr

NRW (red). Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat das erklärte Ziel, Kinder besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen und diese abscheulichen Straftaten konsequent und härter als bisher zu ahnden. Die schrecklichen Missbrauchsfälle von Lügde, Bergisch Gladbach und Münster in den vergangenen Wochen und Monaten haben offengelegt, dass sexueller Missbrauch von Kindern, ebenso wie der Besitz und die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen, keine Randphänomene sind. Die Landesregierung hat nun einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Strafrechts bei sexuellem Missbrauch von Kindern sowie bei Verbreitung und Besitz von Darstellungen des Missbrauchs von Kindern in den Bundesrat eingebracht.

Kernstück des Gesetzentwurfs ist eine Strafverschärfung bei sexuellem Missbrauch von Kindern und somit die Hochstufung der einzelnen Straftatbestände von einem Vergehen zu einem Verbrechen. Auch bei dem Straftatbestand, der die Verbreitung und den Besitz von Darstellungen des Missbrauchs von Kindern unter Strafe stellt, sind Strafverschärfungen vorgesehen.

„Die zunehmenden Fahndungserfolge zeigen die grausame Wahrheit: Sexuelle Gewalt gegen Kinder sowie der Besitz und die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen, von denen selbst Säuglinge betroffen sind, sind keine Einzelfälle. Wir alle - Politik, Justiz und Gesellschaft sind gefordert, diesen widerwärtigen Sumpf trocken zu legen und die Schwächsten unserer Gesellschaft so gut es geht zu schützen. Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ist niemals nur ein Vergehen, sondern immer ein abscheuliches Verbrechen“, sagt Familienminister Joachim Stamp.

Mit der Bundesratsinitiative möchte Nordrhein-Westfalen erreichen, dass Straftaten, die den sexuellen Missbrauch von Kindern betreffen, auch immer als Verbrechen geahndet werden müssen. Es soll auch grundsätzlich keine Bewährungsstrafe geben, wenn sich jemand an der Vergewaltigung von Kindern beteiligt.

Zustimmend erklärt Minister der Justiz Peter Biesenbach: „Kinder sind die Schwächsten unserer Gesellschaft. Der Kinderschutz und der Kampf gegen Kindesmissbrauch hat für die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen oberste Priorität. Wir setzen in diesem Bereich verstärkt Personal ein und statten unsere Ermittler mit hochmoderner Technik aus, um den Verfolgungsdruck bei den Tätern zu erhöhen. Nun haben wir zusätzlich die Straftatbestände und Strafrahmen angepasst. Auch Begrifflichkeiten sind wichtig. Wir dürfen nichts beschönigen. Wir müssen die Darstellungen von Kindesmissbrauch auch so nennen! Das ist keine Pornographie, das ist Missbrauch!“

Im Bundesrat erklärte Familienminister Stamp: „Die Opfer sind oftmals für ihr gesamtes Leben traumatisiert. Deshalb müssen auch der Besitz und die Verbreitung von Darstellungen des Missbrauchs von Kindern schnellstmöglich härter bestraft werden.“ Der Minister richtete einen Appell an die Mitglieder des Bundesrats und Bundestags, die Gesetzesinitiative aus Nordrhein-Westfalen zu unterstützen und im Interesse der Kinder keine Zeit bei der Verschärfung des Strafrechts verstreichen zu lassen. „Wenn es Änderungsbedarf bei den Beteiligten geben sollte, sind wir gesprächsbereit. Unser Anliegen ist, das unermessliche Leid der Kinder konsequent zu bekämpfen. Wir bitten, im Interesse und zum Schutz unserer Kinder, ein starkes, gemeinsames Zeichen im Kampf gegen Kindesmissbrauch zu setzen.“

Mittwoch, 24. Juni 2020 11:01 Uhr

Gütersloh (red). In Folge des Corona-Ausbruchs in einem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück aktiviert die Landesregierung die zweite Stufe des Lockdowns. Damit gelten im Kreis Gütersloh und im Kreis Warendorf wieder bestimmte Einschränkungen im öffentlichen Leben. Demnach dürfen im öffentlichen Raum nur zwei Menschen oder Menschen aus einem Familien- oder Haushaltsverbund zusammentreffen. Zudem muss – über die landesweit gültigen Regelungen der Coronaschutzverordnung hinaus – eine Reihe von Freizeitaktivitäten unterbleiben. So müssen zum Beispiel Museen, Kinos, Fitnessstudios, Hallenschwimmbäder und Bars geschlossen werden. Die entsprechenden Vorschriften finden sich in der neuen Coronaregionalverordnung, die um Mitternacht (Mittwoch, 24. Juni 2020) zunächst für eine Woche (bis zum 30. Juni 2020) in Kraft tritt

„Mit der vollständigen Schließung des Schlachtbetriebs, der Quarantäne der rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Schließung aller Kindertagesstätten und Schulen im Kreis Gütersloh haben wir bereits letzte Woche ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Bislang lässt sich das Infektionsgeschehen zwar auf den Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück zurückführen. Angesichts der hohen Infektionszahlen ist allerdings Vorsicht geboten. Daher bringen wir nun zum Schutz der Bevölkerung ein weiteres Sicherheits- und Schutzpaket auf den Weg, um die Ausbreitung des Virus wirksam zu bekämpfen. Uns ist bewusst, dass dies für die Bevölkerung eine große Belastung ist. Doch ohne die Maßnahmen wären die Belastungen am Ende womöglich um ein Vielfaches höher – in den Kreisen Gütersloh und Warendorf, in den benachbarten Kreisen und Städten sowie in den anderen Teilen unseres Landes“, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Über die Kontakt- und Freizeitbeschränkungen hinaus ist die Einhaltung der angeordneten Quarantänemaßnahmen ein wesentlicher Schlüssel, um Infektionsketten wirksam zu unterbrechen. Die Landesregierung unterstützt die Behörden vor Ort in diesem Zusammenhang mit Polizeikräften und Dolmetschern. Mobile Teams aus Ordnungsbehörden, Polizei und Dolmetschern suchen verstärkt die betroffenen Wohneinrichtungen auf. Gesundheitsminister Laumann fordert die Kommunen zudem auf, Infizierte, Kontaktpersonen von Infizierten und Nichtinfizierte getrennt unterzubringen. Die Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold und Münster sollen hier helfen, geeignete Unterbringungsmöglichkeiten zu organisieren etwa in Rehakliniken oder Hotels.

Darüber hinaus werden auf Veranlassung der Landesregierung die Testungen auf das Coronavirus in der betroffenen Region deutlich ausgeweitet, um eine Eintragung des Coronavirus in die Bevölkerung abschätzen zu können. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf werden in den kommenden Tagen durchgetestet. Gleiches gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser, die Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel, Kioskpersonal sowie die Beschäftigten von Unternehmen und Subunternehmen, die zentrale Gemeinschaftsunterkünfte betreiben oder in einem nennenswerten Umfang Werkvertragsarbeitnehmer beschäftigen. Alle Bürgerinnen und Bürger der Kreise Gütersloh und Warendorf erhalten zudem die Möglichkeit, kostenlos einen Test durchführen zu lassen. Die Bevölkerung wird durch Lautsprecherdurchsagen zur Testung aufgerufen.

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