Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Freitag, 18. September 2020 15:07 Uhr
Kreis Höxter: Zahl der aktiven Coronainfektionen steigt auf 16 an
Sonntag, 13. September 2020 11:58 Uhr

Kreis Höxter (red). Die Coronazahlen im Kreis Höxter bleiben stabil niedrig, dies geht aus den Zahlen des Kreisgesundheitsamtes am Sonntagmorgen hervor. Wie schon am Montag der abgelaufenen Woche sind im Kreis Höxter zurzeit acht Aktive Infektionen bekannt. Waren am Montag 413 Fälle bekannt, sind es am heutigen Sonntag 420, jedoch ist die Zahl der Genesenen gleichzeitig von 387 auf 394 angestiegen. Die Zahl der Verstorbenen bleibt bei 18. Der 7-Tages-Inzidenz liegt zurzeit bei 4,93 und ist damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 9,9.

Die aktuellen Fälle in der Übersicht: Bad Driburg (0), Beverungen (0), Borgentreich (0), Brakel (0), Höxter (4), Marienmünster (0),  Nieheim (0), Steinheim (2) und Willebadessen (1) und Warburg (1).

 

 

Montag, 07. September 2020 10:01 Uhr

Kreis Höxter (red). Nachdem zuletzt in Deutschland und auch im Kreis Höxter ein leichter Anstieg der Coronazahlen festzustellen war, gehen die Aktiven Infektionen im Kreisgebiet wieder zurück. Vor rund einer Woche waren insgesamt 409 Fälle im Kreis Höxter bekannt, aktuell sind es 413. Die Zahl der Genesenen ist gleichzeitig von 377 auf 387 angestiegen, sodass nur noch acht Aktive Infektionen vonseiten des Kreisgesundheitsamtes gemeldet werden müssen. Die Zahl der Verstorbenen bleibt bei 18. Der 7-Tages-Inzidenz liegt zurzeit bei 2,11 und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 9,2.

Die aktuellen Fälle in der Übersicht: Bad Driburg (1), Beverungen (1), Borgentreich (0), Brakel (0), Höxter (2), Marienmünster (0),  Nieheim (0), Steinheim (0) und Willebadessen (1) und Warburg (3).

 

 

Freitag, 04. September 2020 09:22 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter bleibt die Anzahl der Corona-Infektionen weiterhin auf einem niedrigen Niveau. In den vergangenen vier Tagen sind zwei neue Fälle dazugekommen, sodass insgesamt aktuell 411 Fälle bekannt sind. Zusätzlich sind 383 (zuvor 377) Personen genesen, sodass zurzeit nur noch 10 aktive Fälle gemeldet sind - vor vier Tagen waren es noch 14 Fälle. Der 7-Tages-Inzidenz bleibt mit 2,11 weiterhin deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 7,8.

Die aktuellen Fälle in der Übersicht: Bad Driburg (0), Beverungen (0), Borgentreich (0), Brakel (0), Höxter (1), Marienmünster (0),  Nieheim (0), Steinheim (2/-2) und Willebadessen (2/-1) und Warburg (5).

Montag, 31. August 2020 09:51 Uhr

Kreis Höxter (red). In den vergangenen drei Tagen sind die Corona-Zahlen im Kreis Höxter von 407 auf 409 Fälle angestiegen. Die Zahl der Aktiven Infektionen im Kreisgebiet bleibt jedoch mit 14 Fällen auf einem niedrigen Niveau. 377 Personen sind aktuell genesen und die Zahl der Verstorbenen bleibt bei 18.

Während in Steinheim und Nieheim jeweils eine Person genesen ist, stieg die Anzahl der Infizierten in Warburg von drei auf fünf. Der 7-Tages-Inzidenz bleibt mit 5,64 weiterhin deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. 

Insgesamt sind mittlerweile 375 Personen genesen. Die aktuellen Fälle in der Übersicht: Bad Driburg (0), Beverungen (0), Borgentreich (0), Brakel (1), Höxter (1), Marienmünster (0),  Nieheim (0/-1), Steinheim (4/-1) und Willebadessen (3) und Warburg (5/+2).

Region Aktiv
Montag, 21. September 2020 10:26 Uhr
Demo gegen Atommülllager: Grüne unterstützen Aufruf der BI Atomfreies 3-Ländereck
Montag, 21. September 2020 10:02 Uhr

Kreis Höxter (red). Das Schadstoffmobil ist im Oktober wieder im Kreis Höxter unterwegs. Nach wie vor muss in den Ortschaften des Kreises jedoch darauf geachtet werden, dass genügend Platz geboten ist, um die Sicherheitsvorgaben in Bezug auf Corona einhalten zu können. Für die Bürgerinnen und Bürger gilt es weiterhin die Abstandsregeln einzuhalten, die Treppe zum Fahrzeug nur einzeln zu betreten und den Anweisungen des Personals zu folgen.

Die nächsten Schadstoffsammlungen finden an folgenden Terminen statt:

Donnerstag, 1. Oktober

  • Von 8 bis 9.30 Uhr: Brakel, Stadthalle
  • Von 10.15 bis 11.45 Uhr: Borgentreich, Schützenplatz
  • Von 13.15 bis 14.45 Uhr: Warburg-Scherfede, Vorplatz der Schützenhalle
  • Von 15.30 bis 17 Uhr: Warburg-Nörde, neben der Schützenhalle

Donnerstag, 8. Oktober

  • Von 8 bis 9.30 Uhr: Willebadessen-Peckelsheim, Parkplatz Hallenbad
  • Von 10.15 bis 11.45 Uhr: Warburg, Schützenplatz
  • Von 13.15 bis 14.45 Uhr: Borgentreich-Großeneder, Ederhalle
  • Von 15.30 bis 17 Uhr: Bad Driburg, Vorplatz der Schützenhalle

Alle anderen Termine, die für Oktober geplant waren und im gedruckten Abfallkalender des Kreises Höxter aufgeführt sind, finden nicht statt.

Pro Halt des Mobils sind jeweils 1,5 Stunden zur Entsorgung anberaumt. „Somit ist genügend Zeit, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Schadstoffe in Ruhe abgeben können“, sagt Hubertus Abraham vom Abfallservice des Kreises Höxter.

Schadstoffe, die von dem Mobil angenommen werden, sind zum Beispiel noch flüssige Farben, Medikamente, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Energie- und Halogenlampen, Leuchtstoffröhren und Lösemittel. Haushaltsüblichen Menge (bis etwa 20 Kilogramm) werden kostenlos angenommen. „Auch Bürgerinnen und Bürger außerhalb der angefahrenen Ortschaften sind wie immer herzlich eingeladen, ihre Schadstoffe an einem der ausgeschriebenen Punkte zu entsorgen“, so Hubertus Abraham.

Foto: Kreis Höxter

 

Montag, 21. September 2020 09:25 Uhr

Lüchtringen (TKu). Kein Oktoberfest? Kein Problem! Die Blaskapelle Lüchtringen von 1958 e.V. kompensiert diese Corona-Pandemie bedingte Absage ihres traditionellen Oktoberfestes mit einem kostenlosen Platzkonzert auf dem Lüchtringer Festplatz. Eigentlich hätte das 11. Lüchtringer Oktoberfest am 19. und 20. September 2020 wieder in Lüchtringen stattfinden sollen, so steht es noch immer im Veranstaltungskalender der Stadt Höxter zu lesen.

Doch die Sicherheit gehe nun mal vor, wie es vonseiten der Blaskapelle Lüchtringen heißt. Den Frühschoppen wollte man sich aber dennoch nicht nehmen lassen: Mit Abstand und unter strengen Corona-Auflagen kamen mehr als 150 Menschen zusammen, um der Blasmusik mit Oktoberfest-Charakter bei schönstem sonnigen Wetter zuzuhören. Der erste Vorsitzende der Blaskapelle Lüchtringen, Christoph Missing, sein Stellvertreter Godehard Christoph und Dirigent Sven Schafer waren nicht nur über das Wetter sehr erfreut, sondern auch über die sehr positive Resonanz vonseiten der Bevölkerung.

Überall auf dem Festplatz, dem benachbarten Spielplatz und der Wiese bildeten sich „mit Abstand“ Grüppchen, die mitsangen oder zu den Liedern mitklatschten. Auch wenn das Platzkonzert „mit Abstand“ nicht mit dem überaus beliebten Oktoberfest der Lüchtringer Blaskapelle vergleichbar ist, so hat es den Lüchtringer*innen dennoch einen schönen Nachmittag beschert, wie Konzertteilnehmer Höxter-News gegenüber freudig berichtet haben. Das Lüchtringer Oktoberfest ist eines der größten Oktoberfeste im Weserbergland und Ostwestfalen. Mehr als 2000 Besucherinnen und Besucher kamen im vergangenen Jahr nach Lüchtringen.

Fotos aus dem vergangenen Jahr finden Sie hier auf unserer Internetseite: https://hoexter-news.de/region-aktiv/4570-was-f%C3%BCr-eine-gaudi-so-gut-war-das-l%C3%BCchtringer-oktoberfest-noch-nie-besucht

Fotos: Thomas Kube

Sonntag, 20. September 2020 08:40 Uhr

Beverungen (red). Das Beverunger Seniorennetz lädt erneut ein zum Gesprächskreis für pflegende Angehörige am Dienstag, den 22.09.2020 um 18:00 Uhr. Hier erfahren Sie in geschützter Runde, wie Sie und andere mit schwierigen Aufgaben umgehen und es wird Ihnen fachkundige Hilfe für Ihre Anliegen angeboten. Selbstverständlich werden die Allgemeinen Regeln des Infektionsschutzes eingehalten. Wichtige Anmerkung: Die Gruppe trifft sich nicht, wie ursprünglich vereinbart im Cordt-Holstein-Haus, sondern im katholischen Pfarrheim am Kirchplatz. Um Anmeldung im Seniorenbüro in der Marktpassage (Tel. 05273/392-226)wird gebeten.

Sonntag, 20. September 2020 08:38 Uhr

Beverungen (red). Die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs der Sekundarschule im Dreiländereck Beverungen werden systematisch bei der Berufsorientierung unterstützt.

Die Berufswahl oder der Übergang in die Sekundarstufe II ist für die Schülerinnen und Schüler meistens ein Weg mit vielen Hürden. Bei der Vorstellung über die weitere Lebensplanung entstehen zum Beispiel laufend neue Berufsbilder, für andere gibt es plötzlich keine Nachfrage mehr.

Viele Jugendliche sind auch überfordert, schon früh die Weichen für den weiteren Lebensweg stellen zu müssen. Plötzlich sollen sie Wünsche, Neigungen und Interessen benennen. Selbst wenn dies gelingt, ist der passende Beruf bzw. die weitere Entwicklungsstufe noch lange nicht gefunden.

Eltern sind oft ratlos, wie sie ihrem Kind in dieser Phase helfen können. Sie wissen, dass die Wahl entscheidend für die Zukunft ihres Kindes ist. Aber die Kinder stehen sich in der Pubertät oft selbst im Weg und lehnen eine „Einmischung“ von außen ab. Eltern sind aber die wichtigsten Ratgeber bei der Zukunftsplanung ihrer Kinder. Bei den Jugendlichen zählt die Meinung der Eltern viel mehr als das, was Freunde, Verwandte, Lehrer oder Berufsberater empfehlen. Das sollte Mut machen, trotz der manchmal vielleicht schwierigen Kommunikation mit den Jugendlichen, immer wieder das Gespräch zu suchen.

Daher erhält die Berufsorientierung an der Sekundarschule im Dreiländereck einen besonderen Stellenwert. Alle Schülerinnen und Schüler sollen in Verbindung mit ihrem Schulabschluss eine realistische Anschlussperspektive entwickeln, um sich möglichst gezielt eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte berufliche Existenz aufbauen zu können.

Im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss, Übergang Schule – Beruf NRW“ wurde daher in der vergangenen Woche für die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen zur Unterstützung der Berufsorientierung die Potentialanalyse von einem außerschulischen Träger durchgeführt. Sie durchliefen alle einen Tag lang einen Prozess, in dem sie sich und ihre Fähigkeiten besser kennengelernt haben. In der Potentialanalyse wurden mit Hilfe von unterschiedlichen Assessment-Aufgaben berufsrelevante Fähigkeiten der Jugendlichen erfasst. Im Schwerpunkt ging es um berufsbezogene Kompetenzen sowie um soziale und personale Fähigkeiten. Ausdrücklich will die Potentialanalyse nicht den Wunschberuf herausfiltern. Die Resultate sollen viel mehr motivieren, die Berufsorientierung gezielter anzugehen: Was kann, was will ich erreichen? Wie will ich später leben und arbeiten? Um dies gezielt feststellen zu können, erhalten die Jugendlichen in den nächsten 2 Wochen ein Feedback, bei dem die Eltern und auch die Schule einbezogen werden. Somit wird die berufliche Orientierung unterstützt und zukünftige Handlungsschritte werden vereinbart. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine schriftliche Ergebnisdokumentation. Zusätzlich sollen die Ergebnisse im „Berufswahlpass“ festgehalten werden, womit sie einen Eingang in die schulische Berufsorientierung finden.

Durch ihre Berufsberater, der Agentur für Arbeit und der Berufseinstiegsbegleitung im Kreis Höxter erhalten die Jugendlichen in ihrer weiteren Schullaufbahn berufliche Unterstützung.

Foto: Sekundarschule im Dreiländereck Beverungen

Blaulicht
Montag, 21. September 2020 15:06 Uhr
Fünf Autofahrer und Radfahrer mit Handy erwischt - Kontrolltag zur Ablenkung im Straßenverkehr im Kreis Höxter
Montag, 21. September 2020 10:08 Uhr

Bödexen (red). In der Brinkstraße in Bödexen musste die Freiwillige Feuerwehr am vergangenen Sonntagabend gegen 17:10 Uhr einen Kleinbrand löschen. Ein trockenes Gebüsch war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Feuerwehren aus Bödexen und Fürstenau hatten den Brand jedoch schnell gelöscht mit einem C-Rohr. Anschließend musste das Brandgut noch auseinander gezogen werden. Der Einsatz war um 18 Uhr bereits wieder beendet. Trockene Vegetation und hohe Temperaturen: Bei den aktuellen Witterungsverhältnissen genügt bereits eine fahrlässig weggeworfene, glimmende Zigarette, um die Natur in Brand zu setzen. "Vegetationsbrände können sich rasend schnell ausbreiten und etwa Getreidefelder komplett vernichten", warnt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Höxter

Sonntag, 20. September 2020 08:35 Uhr

Höxter (red). Am Samstagvormittag kam es bei Höxter zu einem Verkehrsdelikt, als der 27 Jahre alte Fahrer eines Pkw VW vom Freizeitgelände kommend auf die Bundesstraße 64 einbiegen wollte. Er beachtete nicht die Vorfahrt eines Pkw-Fahrers, der in Richtung Höxter unterwegs war. Dieser musste nach eigenen Angaben stark abbremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Der VW-Fahrer wurde in der Höxteraner Innenstadt angehalten und kontrolliert. Dabei stellten die Polizeibeamten fest, dass er unter Alkoholeinfluss stand und ordneten eine Blutprobe an.

Samstag, 19. September 2020 18:31 Uhr

Höxter (TKu). Am heutigen Samstag, den 19. September 2020 jährt sich das schwere Explosionsunglück von Höxter zum 15. Mal. Der Morgen des 19. Septembers 2005 begann in der Kleinstadt Höxter wie jeder andere Tag. Die ersten Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Pforten gegen 09.15 Uhr, einige wenige Kunden warten bereits vor den Geschäften darauf, eingelassen zu werden. Ein Rettungswagen samt Besatzung befindet sich gerade am Höxteraner Bahnhof im Einsatz, unweit der Unglücksstelle bei einem routinemäßigen Notfall, als es plötzlich um 09.16 Uhr einen fürchterlich lauten Knall gibt. Als sich die Rettungsdienstbesatzung in die Richtung des Knalls umdreht, sieht sie Gegenstände durch die Luft fliegen. Um zu sehen, was passiert ist, läuft sie in Richtung der Unglücksstelle in weniger als 100 Metern Entfernung. Es hat sich eine schwere Explosion ereignet, die in ganz Höxter und bis in die Nachbarorte zu hören war. Die Druckwelle war so gewaltig, dass sie zahlreiche Fensterscheiben und Dächer in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen hat.

Auf dem Weg zum Explosionsort kommen dem Rettungsteam schon einige Verletzte schreiend entgegengelaufen. Andere Beteiligte stehen in den scheibenlosen Fenstern der Häuser, wie ein Rettungsassistent die Lage beschreibt. Die meisten der insgesamt mehr als 40 verletzten Personen haben Schnittwunden oder zusätzlich einen Schock, wie später durch die Behörden bekannt gegeben wird. Drei Personen sterben sofort, andere werden schwer verletzt. Viele Verletzte suchen sofort die nahegelegenen Arztpraxen auf. Nach einem Notruf des Rettungsdienstpersonals und hunderten weiteren Notrufen, die bei den Leitstellen eingehen, rollt die große Hilfswelle an. Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Stefan Dickel aus Höxter ist gerade in der etwa 10 Kilometer entfernten Nachbarstadt Holzminden auf der Arbeit, als auch er einen entfernten dumpfen Knall hört. Nach der Großalarmierung setzt er sich sofort in Marsch, um die Einsatzleitung zu übernehmen. Am Unglücksort bietet sich den Rettern ein Bild der Verwüstung, es sieht aus, wie auf den Bildern, die vom 11. September 2001 aus New York bekannt geworden sind. Wo nun in Höxter, in der Weserstraße 11 hinter dem Rathaus, einmal ein Haus stand, ist nur noch ein brennender Trümmerhaufen zu finden. Während einige Feuerwehrleute die in Mitleidenschaft gezogenen Nachbarhäuser nach Verletzten durchsuchen, nehmen andere Helfer die Brandbekämpfung auf, damit das Feuer sich nicht weiter auf die angrenzenden Häuser ausdehnen kann.

35 Häuser in einem Umkreis von mehr als 200 Metern wurden „Ad hoc“ zum Teil stark beschädigt. Sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurden die beiden angrenzenden Häuser, das Küsterhaus, in dem sich das Standesamt der Stadt befindet, eine alte Fachwerkzeile, in der auch eine Lokalzeitung sowie das Studio eines Radiosenders untergebracht sind sowie das in unmittelbarer Nähe befindliche Historische Rathaus. Zum Zeitpunkt der Explosion fuhren gerade einige Autos am Unglücksort vorbei. Sie wurden von Trümmerteilen getroffen und schwer beschädigt. Das neben dem Unglückshaus befindliche Wohn- und Geschäftsgebäude gilt in der Extremphase als einsturzgefährdet.

Hunderte Retter von Feuerwehr, THW und weiteren Hilfsorganisationen kämpfen gegen die Flammen, suchen nach Verschütteten und helfen den Verletzten, die auf dem Marktplatz notversorgt werden. Sechs Rettungs-, Polizei- und Bundeswehrhubschrauber sind im Einsatz. Ebenfalls im Einsatz sind Einsatzhundertschaften der Polizei aus Bielefeld und Bochum, das Landeskriminalamt sowie zahlreiche weitere private und behördliche Helfer. Obwohl niemand mehr an Überlebende unter den Trümmerteilen glaubt, suchen die Einsatzkräfte mit Verstärkung von zwei Rettungshundestaffeln den Unglücksort ab. Zwei Fußgänger haben keine Chance mehr, Feuerwehrleute können sie nur noch tot bergen. Dabei handelte es sich um eine 81-jährige Frau und einen 79-jährigen Mann, die sich zur Zeit der Explosion direkt vor dem Haus befanden, das explodiert war. Die folgenden fünf Tage dauert der Einsatz der Helfer noch an.

Zur Ursache der Explosion teilte der ermittelnde Staatsanwalt mit, dass unmittelbar vor dem Unglück eine Nachbarin die Polizei davon in Kenntnis setzte, dass der einzige Bewohner sein Haus mit Benzin begieße. Laut Nachrichten- und Hörfunksender tauchte ein Bekennerschreiben auf, in dem der Verursacher die Explosion wegen Erbstreitigkeiten gerechtfertigt habe. Er habe demnach den Gashahn aufgedreht und 900 Liter Benzin Haus verteilt, bevor er das Feuer gezündet hat. Es ist die größte Schadenslage, die Höxter seit dem 2. Weltkrieg heimgesucht hat. Die Folgen zweier Gasexplosionen aus den Jahren 1967 und 1979 waren auch sehr schwer, sind mit diesem Unglück vor genau 15 Jahren nicht zu vergleichen. Neben den Höxteranerinnen und Höxteranern gedenkt auch die Redaktion von Höxter-News.de den Verstorbenen und den Verletzten dieser Tragödie.

Fotos: Thomas Kube

Mittwoch, 16. September 2020 10:27 Uhr

Höxter (red). Das seit Sonntag, dem 13. September aus dem Bereich Höxter abgängige 12-jährige Mädchen konnte nach Polizeiangaben am späten Abend des 15. September durch die Polizei aufgegriffen werden. Dem vermissten Kind geht es nach weiteren Angaben gut und es befindet sich zunächst einmal in einer Jugendeinrichtung. Zuvor verließ die Zwölfjährige am 13. September gegen 19:30 Uhr die Wohnung der Großeltern in Höxter und galt seitdem als vermisst. Ermittlungen ergaben, dass sie sich im Bereich Schwerte (Kreis Unna) aufhält oder aufgehalten hat.

Politik
Montag, 21. September 2020 10:07 Uhr
Wählergemeinschaft "Bürger für Höxter" und Ralf Dohmann danken Wählern - BfH ohne Wahlempfehlung für die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Höxter
Samstag, 19. September 2020 09:28 Uhr

Stahle (red). Nicht erst in der heißen Phase des Wahlkampfes ist Bürgermeisterkandidat Daniel Razat angetragen worden, dass es teilweise lange Wartelisten bei den Kindertagesstätten in Höxter gibt. „Wenn wir unsere Stadt attraktiver gestalten und zukunftsorientiert ausrichten wollen, gehört die Verfügbarkeit von KiTa-Plätzen zu den allgemeinen Rahmenbedingungen“, stellt Daniel Razat fest.

Es wird in vielen Bereichen kräftig gebaut. Soweit das gute Zeichen. In ganz NRW fehlen aber aktuell rund 16 000 pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Da die Bereitstellung von ausreichend U3 und Ü3 Betreuungsplätzen zu den Pflichtaufgaben einer Kommune gehört, macht sich Bürgermeisterkandidat Daniel Razat selbst ein Bild von der Situation im Stadtgebiet, hier beispielhaft in der kath. KiTa St. Anna in Stahle mit der Leiterin Melanie Kröher-Leschik.

Wie sieht es mit dem Erziehermangel in den Kitas der Stadt Höxter aus? Gelingt es, ausreichend Betreuungsplätze für alle Kinder sicherzustellen? Eine konstruktive Zusammenarbeit mit den freien Trägern wie beispielsweise der Katholische Kitas Hochstift gGmbH ist unerlässlich, um diese Mammutaufgabe zu stemmen. Eine innovative Möglichkeit stellt die praxisintegrierte Ausbildung im Erzieherberuf (PiA) dar, die das Bundesfamilienministerium besonders fördert. Der schulische Kooperationspartner findet sich auch bei uns vor Ort an der Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel. „Eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse der Betreuungsplätze ist ein fester Bestandteil meines 100-Tage-Programms. Nur das Beste für unsere Jüngsten!“, betont Daniel Razat.

Foto: Razat

Samstag, 19. September 2020 09:26 Uhr

Höxter (red). „Es fehlt in unserer Stadt an öffentlichen Plätzen, an denen sich Menschen jeden Alters treffen können“, sagt Daniel Hartmann, unabhängiger Bürgermeisterkandidat der Stadt Höxter. „Ich möchte daher den Güterbahnhof am Ortsausgang Richtung Corvey aus- und umbauen.“ Hartmann stellt sich vor, dass dort jeder eine private Feier, eine Ausstellung oder ein kleines Konzert unkompliziert organisieren kann. Insbesondere eignet sich dieser Ort auch für die Nutzung der Höxteraner Jugend.

Die Ideen zur Umgestaltung möchte er gemeinsam mit den Bürgern am Sonntag, 20. September, von 15.30 Uhr bis 17 Uhr auf dem Marktplatz in Höxter diskutieren. Auf Flipcharts und Whiteboards werden Anregungen und Ideen festgehalten. Es wird auch ein erster Entwurf einer Bauzeichnung präsentiert. „Ich freue mich auf die Vorstellungen der Menschen. Ich halte den Güterbahnhof für den idealen Veranstaltungsort, der mit Sitz- und Grillmöglichkeiten noch mehr an Charme gewinnen würde.“ Aufgrund der derzeit geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wird auf den Abstand von 1.5 Meter hingewiesen und um Maskentragen gebeten. Für Desinfektionsmittel ist gesorgt.

Foto: Hartmann

Wirtschaft
Mittwoch, 16. September 2020 10:56 Uhr
In den Autohäusern Beineke greifen fünf neue Auszubildende schon „kräftig mit ins Rad“
Montag, 14. September 2020 12:30 Uhr

Höxter (red). Wenn Antonia Piechaczek über ihre Arbeit spricht, leuchten ihre Augen. "Das Schönste an meinem Job ist, das Glück der Eltern nach der Geburt ihres Kindes hautnah miterleben zu können. Das Gefühl ist unbeschreiblich", gibt die 24-Jährige aus Höxter zu. Sie arbeitet als Hebamme im Kreißsaal des St. Ansgar Krankenhauses der KHWE – als erste mit Bachelor-Abschluss. Als Hebamme begleitet sie Eltern in der wahrscheinlich aufregendsten Zeit ihres Lebens. Sie gibt Sicherheit und Vertrauen, nimmt den Frauen mögliche Ängste. Sie ist erste Ansprechpartnerin in den Lebensabschnitten Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. "In meinem Job ist kein Tag wie der andere", sagt Antonia Piechaczek, "mal kommen mehr Babys zur Welt, mal weniger. Neben einem hohen Maß an Empathie ist vor allem Flexibilität gefordert."

Insgesamt acht Semester lang studierte sie an der Hochschule für Gesundheit in Bochum. "Ich konnte schon damals erste Praxisluft im Kreißsaal oder auf der Wochenbett-Station schnuppern", erinnert sich die 24-Jährige zurück. Nach erfolgreicher Prüfung zur examinierten Hebamme arbeitete sie anschließend in Teilzeit im St. Ansgar Krankenhaus in Höxter – doch vorbei war das Studium zu diesem Zeitpunkt noch nicht: Nebenbei tüftelte sie an ihrer Bachelorarbeit. "Das war zwar sehr herausfordernd, aber ich habe das Studium bis heute nicht bereut", sagt Antonia Piechaczek, die mittlerweile in Vollzeit arbeitet.

Sie habe sich damals für ein Studium entschieden. "Das Studium gibt einem zusätzlich die Möglichkeit, das alte Handwerk auf der Basis von Forschungs-Ergebnissen zu lernen. In vielen Ländern ist das Studium bereits Gang und Gäbe", sagt Piechaczek, die Frauen und Männer für das Studium motivieren möchte: "Es ist einfach der schönste Job der Welt."

Infokasten: KHWE kooperiert mit FHM Bielefeld

Wer ab Anfang dieses Jahres in Deutschland als Hebamme arbeiten möchte, muss nach einer neuen EU-Richtlinie einen Bachelor of Science (B. Sc.) nachweisen können. Neben der bereits bestehenden Kooperation zwischen der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) und der Hochschule für Gesundheit in Bochum gibt es nun eine weitere Zusammenarbeit mit der FHM in Bielefeld. Die KHWE stellt für das Duale Studium zwei Plätze zur Verfügung: Die praktische Ausbildung erfolgt bei der KHWE, die Theorie an der FHM. Die KHWE bezahlt das Ausbildungsgehalt und übernimmt nach der Probezeit die Kosten für die Studiengebühren bis zum Bachelor-Abschluss.

Foto. KHWE

Freitag, 11. September 2020 11:00 Uhr

Kreis Höxter (red). Neue Entwicklungen in der Gesundheitspolitik würden auch zu Veränderungen am Klinikum Weser-Egge, erklärte die KHWE. Zum einen sei zum 1. Januar 2019 unter anderem ein GBA-Beschluss zur gestuften Notfallversorgung mit erheblichen Auswirkungen auf die bundesweite Notfallversorgung in Kraft getreten. Zum anderen werde für Ende dieses Jahres ein neuer Landeskrankenhausplan erwartet. Hieraus würde sich voraussichtlich eine stärkere Fragmentierung von Leistungen sowie weitere Anforderungen ergeben, die seitens der Gesundheitspolitik an eine qualitativ hochwertige ambulante und stationäre Versorgung gestellt würden.

„Auf diese Entwicklungen müssen wir reagieren, um sowohl die hohe Qualität der Versorgung als auch die Wirtschaftlichkeit unserer Häuser weiterhin aufrechtzuerhalten“, sagt Geschäftsführer Christian Jostes. 

Konkret bedeutet dies, dass die Notfallversorgung im Sinne einer Ost-West-Akzentuierung künftig an den Standorten Bad Driburg und Höxter angesiedelt und ausgebaut wird, um den Bedürfnissen der Professionalisierung und Spezialisierung zu genügen. Jostes: „Damit bleibt die notfallmedizinische Versorgung aller Bürger im Kreis Höxter weiterhin gesichert.“

Dafür ist es unter anderem notwendig, die unfallchirurgische Versorgung von Brakel nach Bad Driburg zu verlagern. Der Standort Höxter ist von diesen Maßnahmen nicht betroffen. Im Gegenteil: Hier soll die bereits existierende Notfallversorgung ausgebaut werden.

St. Josef Hospital Bad Driburg

Für das St. Josef Hospital in Bad Driburg stehen somit größere Investitionen in die Zukunft an. Für diesen Standort sind mehrere Maßnahmen geplant oder werden bereits umsetzt. Dazu gehören die Erweiterung der Intensivstation, der Ausbau der Aufnahmestation, die Anschaffung eines MRT sowie die Etablierung der Unfallchirurgie. 

St. Ansgar Krankenhaus Höxter

Auch im St. Ansgar Krankenhaus in Höxter werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Neben dem Ausbau der neurologischen Frühreha und einer personellen Aufstockung der Intensivstation wird auch eine Erlangung des BG-Verletzungsartenverfahrens angestrebt. Auch in den Bereichen Gefäßchirurgie, Kardiologie/Rhythmologie und Diabetologie werden steigende Zahlen erwartet.

Darüber hinaus sollen sich die beiden Standorte Brakel und Steinheim künftig noch stärker als Fachkliniken profilieren und sich dadurch auch weiterhin wirtschaftlich tragen.

St. Vincenz Hospital Brakel

Für das St. Vincenz Hospital in Brakel ist die Erweiterung der Psychosomatik geplant. Außerdem sollen die Kliniken für Rheumatologie und Schmerzmedizin räumlich erweitert werden. Eine Überwachung, insbesondere der postoperativen Patienten, bleibt weiterhin gesichert. 

St. Rochus Krankenhaus Steinheim

Für das St. Rochus Krankenhaus in Steinheim bedeutet diese Spezialisierung und Professionalisierung, dass die Fachkliniken für Akutgeriatrie und Innere Medizin zu einer Fachabteilung zusammengefasst und somit gestärkt werden sollen. Eine adäquate intensivmedizinische Notfallversorgung bleibt erhalten.

Die im Landeskrankenhausplan ausgewiesenen Intensivbetten sollen grundsätzlich erhalten bleiben. Aufgrund der aktuellen personellen Besetzung bleibt die während der Corona-Pandemie umgesetzte intensivmedizinische Konzentration auf die Standorte Höxter und Bad Driburg allerdings bis auf Weiteres zunächst erhalten.

„Aus diesen Umstrukturierungen folgt möglicherweise im Einzelfall für den einen oder anderen Mitarbeiter ein Wechsel seines Arbeitsortes am Klinikum Weser-Egge“, sagt Christian Jostes. Die entsprechenden Veränderungen sind angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen und qualitativen Strukturvorgaben im Gesundheitswesen notwendig. Jostes: „Uns ist es ein Anliegen, unsere Mitarbeiter von Beginn an in diesen Prozess mit einzubeziehen.“

Foto: red

Sport
Montag, 21. September 2020 10:21 Uhr
Jetzt anmelden zum Fitnesstanz für Frauen und Mädchen
Freitag, 18. September 2020 11:04 Uhr

Höxter (red). Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat am Montag (7. September 2020) weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten profitieren bereits mehr als 1.000 Sportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen – eine gute Nachricht für den Wassersport Höxter e.V.: Gefördert wird die Modernisierung der Steganlage in Höhe von 42.500 Euro.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“ 

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung.

Freitag, 18. September 2020 10:48 Uhr

Höxter (red). Nach einem langen Sommer bietet der Herbst Zeit für Bewegung und Entspannung. Die VHS hat wieder ein attraktives Programm im Angebot. In vielen Kursen gibt es noch freie Plätze: Tai Chi für Anfänger (Kurs 202-3106), Gelenk Qi Gong (Kurs 202-3107), Yoga für einen gesunden Rücken (Kurs 202-3116), Poweryoga (Kurs 202-3118B), Hatha-Yoga zum Feierabend (Kurs 202-3117A), Autogenes Training (Kurs 202-3119), Rücken- und Faszientraining (Kurs 202-3208). Ein besonderes Angebot (nicht nur) für Berufstätige ist die Bewegte Mittagspause immer dienstags von 12.45-13.15 Uhr (Kurs 202-3202). Die Dozentin Dagmar Zimmermann leitet dazu an, den Arbeitsalltag aktiver zu gestalten und somit Muskel- und Nackenverspannungen vorzubeugen. Alle Kurse finden unter den geltenden Corona-Hygieneregeln statt. Anmeldung über www.vhs-hoexter.de oder telefonisch 05271 9634303.

Panorama
Donnerstag, 17. September 2020 08:32 Uhr
Die heimische Wirtschaft steht zum Flughafen Paderborn/Lippstadt
Montag, 31. August 2020 11:20 Uhr

NRW (red). Die Landesregierung wird die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit sicherstellen. „Ich freue mich sehr, dass die wertvollen Angebote der Schulsozialarbeit auch über den 31. Dezember 2020 hinaus in vollem Umfang erhalten bleiben. Entscheidend ist für alle Beteiligten und insbesondere für die Kinder und Familien, die diese Unterstützung brauchen, dass die Finanzierung auch künftig gesichert und so verlässliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Schulsozialarbeit geschaffen werden können“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Minister Laumann erklärte dazu: „Es ist gut, dass die Schulsozialarbeit durch die Zusage der Landesregierung jetzt dauerhaft gesichert ist. Mit der Entscheidung stehen auch Mittel für die dauerhafte Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung zur Verfügung. Jugendliche mit schlechteren Startchancen erhalten damit auch künftig die Möglichkeit, mit kontinuierlicher Unterstützung den Schulabschluss zu erreichen und anschließend den Einstieg in eine Berufsausbildung zu schaffen.“

Bereits jetzt finanziert das Land dauerhaft und unbefristet über 760 Stellen im Landesdienst für Fachkräfte der Schulsozialarbeit an Schulen. Darüber hinaus können Schulen auch Lehrerstellen mit Fachkräften besetzen, wenn der Unterricht ungekürzt erteilt wird. Auf diesem Weg sind bereits über 370 Schulsozialarbeiter beim Land beschäftigt. Bislang finanziert das Land zusätzlich das Programm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets in Nordrhein-Westfalen“ (BuT-Schulsozialarbeit) mit etwa 1.000 Vollzeitstellen für Fachkräfte, die ebenfalls auch im Bereich der Schulsozialarbeit tätig sind, im Gesamtvolumen von 47,7 Millionen Euro. Diese Fachkräfte, die an allen Schulformen arbeiten, werden mit diesen Mitteln von den Kommunen in der Regel befristet beschäftigt. Dieses Landesprogramm ist befristet bis zum Ende des Jahres 2020. 

Die Landesregierung hat mit der heute erreichten Grundsatzeinigung nun beschlossen, die sogenannte BuT-Schulsozialarbeit dauerhaft über Landesmittel zu finanzieren und so das Angebot aufrecht zu erhalten. An der Konzeption für die Aufgaben und Zuständigkeiten für Schulsozialarbeit und Schnittstelle zur Jugendhilfe wird nach dieser Grundsatzentscheidung über die Landesmittel nun gemeinsam mit den Beteiligten in Schule, Schulaufsicht, Kommunen und Fachverbänden weitergearbeitet.

Montag, 31. August 2020 11:15 Uhr

Paderborn/Salzkotten (red).Am frühen Montagmorgen des 31. August, gegen 00.40 Uhr, beabsichtigten eine 30-jährige Frau und ihr 36-jähriger Freund, beide wohnhaft in Salzkotten, von dem Geldautomaten eines Kreditinstituts an der Simonstraße in Salzkotten Geld abzuheben.

Dazu fuhren beide mit einem Fahrzeug vor das Gebäude. Als die 30-Jährige aus dem Fahrzeug ausstieg, kamen zwei junge Männer aus Richtung Upsprunger Straße/Simonstraße gezielt auf sie zu. Einer dieser Männer hielt ein Küchenmesser in der Hand und ergriff die Frau am Arm. Sie konnte sich jedoch losreißen und in Richtung Haholtstraße davonlaufen. Dabei stürzte sie und verletzte sich infolgedessen leicht.

Die Täter verfolgten die Frau nicht, sondern gingen zur Fahrerseite des Autos, wo sich der 36-jährige Freund der Frau befand. Dieser war mittlerweile aus dem Fahrzeug gestiegen und versuchte die Räuber durch körperliche Gegenwehr auf Abstand zu halten. Dabei rief er laut um Hilfe. Das verschreckte das räuberische Duo wohl - es flüchtete ohne Beute in Richtung Upsprunger Straße in Richtung Ortskern.

Im Rahmen von umfangreichen polizeilichen Fahndungsmaßnahmen konnte auf dem Schulgelände an der Upsprunger Straße ein 14-Jähriger aus Salzkotten angetroffen werden, auf den die Personenbeschreibung der Geschädigten zutraf. Da weitere Hinweise vorlagen - unter anderem eine aufgefundene Sturmhaube - , dass der Jugendliche als Tatverdächtige für den versuchten schweren Raub in Betracht kam, wurde er vorläufig festgenommen und für weitere Ermittlungen mit zur Polizeiwache nach Paderborn gebracht. Die Ermittlungen zu dem zweiten Tatverdächtigen dauern an.

Montag, 24. August 2020 08:29 Uhr

Düsseldorf (red). Nordrhein-Westfalen hat dem Bund die vorläufigen Ergebnisse zur Erntebilanz bei Getreide übermittelt. Mit 3,8 Millionen Tonnen Getreide liegt die Ernte trotz der im dritten Jahr in Folge extremen Witterungsausschläge fast genau auf Höhe des Vorjahres (+0,1 Prozent) und 2,9 Prozent unter dem sechsjährigen Mittel.

„Es wird trotzdem deutlich: Der Klimawandel wirkt sich auf die Landwirtschaft aus. Zudem hat auch die Corona-Pandemie es den Landwirtinnen und Landwirten nicht einfacher gemacht“, kommentierte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser die Bilanz.

Die Ministerin nahm die Erntebilanz zum Anlass, den Landwirtinnen und Landwirten für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken: „Sie leisten rund um die Uhr herausragende Arbeit für die Ernährung der Gesellschaft. Sie stellen auch in den schwierigen Zeiten unsere Versorgung sicher und bringen regionale Vielfalt auf unsere Teller. Wir Verbraucher sollten dies jeden Tag aufs Neue würdigen und unsere Lebensmittel und diejenigen, die sie erzeugen, wertschätzen", sagte Ursula Heinen-Esser.

Ein zu milder Winter, sehr hohe Niederschläge im Februar, außergewöhnliche Trockenheit im April und Mai, Spätfröste während der Eisheiligen und schließlich Hitze und Trockenheit im August haben das Wachstum fast aller Feldfrüchte in diesem Jahr beeinträchtigt. Dies hat dazu geführt, dass die Ernteergebnisse je nach Region und vor allem je nach Bodengüte außergewöhnlich stark streuen.

Regional kam es insbesondere bei Winterweizen auf guten Böden mit hoher Wasserspeicherung zu unerwarteten Rekorderträgen, während die Ernte vor allem auf leichten, sandigen Böden unterdurchschnittlich war. Die Anbaufläche für Getreide in Nordrhein-Westfalen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 507.090 Hektar und umfasst damit etwa die Hälfte der Ackerlandfläche. Lokale Aussagen zur Erntebilanz sind auf Grundlage der landesweiten Daten nicht möglich.

Weizenernte über dem Durchschnitt

Im Ergebnis liegen in Nordrhein-Westfalen die Flächenerträge bei Winterweizen mit 86,2 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) um 5,5 Prozent höher als im Vorjahr und 3,2 Prozent über dem langjährigen Mittel. Hingegen gingen die Erträge bei Wintergerste (70,8 dt/ha, minus 8 Prozent gegenüber Vorjahr, minus 7,2 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel), Winterroggen (62,1 dt/ha, minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 3,9 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel), Triticale (61,2 dt/ha, minus 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 11,2 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel) und Hafer (44,0 dt/ha, minus 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 17,6 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel) zurück.

„Neben der Menge spielt natürlich auch die Qualität der Ernte eine wichtige Rolle. Hier hat das warme Erntewetter dafür gesorgt, dass nahezu das gesamte Getreide sauber, trocken und pünktlich eingebracht werden konnte“, erklärte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Bei der wichtigsten Brotgetreideart Weizen deute sich an, dass die für das Backverhalten wichtigen Proteingehalte in diesem Jahr vor allem auf Flächen mit Rekorderträgen auf eher niedrigem Niveau liegen. Bei der Wintergerste als wichtigster Futtergetreideart werden besonders gut gefüllte Körner mit hohem Hektolitergewicht berichtet.

Sorgenkinder Grünland und Futter

Weniger günstig stellen sich derzeit die Aussichten für die Futtergewinnung dar. Insbesondere auf den leichten, sandigen Standorten haben Hitze und Trockenheit der letzten Wochen Mais, Futtergräsern und Grünland stark zugesetzt und lassen deutlich unterdurchschnittliche Erträge erwarten. Damit stehen viele Tierhaltungsbetriebe im dritten Jahr in Folge vor dem Problem knapper Winterfuttervorräte. Einsetzende Niederschläge werden die vorzeitige Abreife vieler Maisbestände nicht mehr aufhalten können. Allerdings gibt es auch früh gesäte Maisbestände auf guten Böden, die durchaus eine hohe bis sehr hohe Ernte erwarten lassen.

Ministerin Heinen-Esser: „Der trockenheitsbedingte Wachstumsstillstand auf Grünland wird in der verbleibenden Vegetationszeit nicht mehr aufzuholen sein. Das stimmt mich besorgt. Aber auch hier gibt es regional je nach Boden und Niederschlägen große Unterschiede.“ Unter der Hitze und Trockenheit litt auch der Kartoffelanbau. Nur mithilfe der Beregnung werden in diesem Jahr gute Erträge und Qualitäten möglich sein. Dort, wo nicht beregnet werden kann, sind schwache Erträge und zum Teil hohe Stärkegehalte und damit mehlige Knollen die Folge. Günstige Witterung mit ausreichenden Niederschlägen kann vor allem bei Zuckerrüben, aber auch bei späten Kartoffeln, Silo- und Körnermais sowie Grünland in den nächsten Wochen die Ernteerwartungen noch verbessern.

Samstag, 22. August 2020 10:07 Uhr

Düsseldorf (red). Ein neues Videospiel soll Kinder und Jugendliche über extremistische Einflüsse im Internet aufklären und ihre Medienkompetenz stärken: Innenminister Herbert Reul, der Chef der Staatskanzlei und für Medien zuständige Staatssekretär, Nathanael Liminski, und Martin Borchers, Produzent der Firma bildundtonfabrik (btf) haben am Freitag (21. August) das Spiel „Leons Identität“ vorgestellt. Der NRW-Verfassungsschutz und Staatskanzlei haben das Projekt gemeinsam beauftragt und begleitet.

„Das Netz ist die Dunkelkammer eines extremistischen Weltbildes und die Radikalisierungsmaschine des 21. Jahrhunderts. Deshalb ist es wichtig, dass der Staat hier maßgeschneiderte Angebote macht. Die Überzeugungen junger Menschen dürfen nicht von Populisten und Radikalen geprägt werden, da müssen und wollen wir mitmischen“, so Reul. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz sieht die Digitalisierung des Extremismus als größte Herausforderung für alle Sicherheitsbehörden an.

Nathanael Liminski sagte: „Nordrhein-Westfalen geht in der Extremismus-Prävention neue Wege. Mit ‚Leons Identität‘ wollen wir junge Menschen vor dem Abrutschen in die rechte Szene bewahren. Indem wir ihre Medienkompetenz stärken, machen wir sie immun gegen Hetze und Hass. Zielgruppengerecht gehen wir mit unserer Prävention dorthin, wo sonst Radikalisierung stattfindet.“

Leons Identität ist ein detektivisches Abenteuerspiel. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Jonas, der sich auf die Suche nach seinem vermissten Bruder macht. Jonas sucht in Leons Jugendzimmer nach Hinweisen und geht den Umständen seines mysteriösen Verschwindens auf den Grund, wobei er Leons langsames Abdriften in die rechtsextreme Szene nachzeichnet.

Bereits seit vier Jahren ist der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz auf der Spielemesse „Gamescom“ präsent. Die positiven Erfahrungen dort sind der Hintergrund für die Entwicklung des Spiels. Das Spiel ist offiziell geprüft und hat die Alterskennung USK 12. Es eignet sich auch für den Einsatz in Schulen. Zum Spiel gehört eine Website, die eine Brücke in die reale Welt schlägt. Hier können die Spieler sich weiter informieren und valide Quellen sichten.

Entwickelt wurde das Spiel gemeinsam mit bildundtonfabrik (btf), unter anderem mehrfacher Gewinner des Grimmepreises und des deutschen Videospielpreises 2019. „Was wir können, ist über Extremismus und Radikalisierung aufklären, was wir aber nicht können, ist ein Videospiel entwickeln“, so Innenminister Reul. Das Gesamtbudget für die Entwicklung des Spiels betrug rund 220.000 Euro.

Mehr Informationen zu „Leons Identität“ gibt es unter www.leon.nrw.de

Foto/Screenshot: Land.NRW

 

zum Anfang

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere Cookies von der Seite hoexter-news.de