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Freitag, 23. Januar 2026 Mediadaten
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Höxter (awin). Mit Zuversicht blickt Dr. Kai Schiefelbein in die Zukunft. Der CEO von Stiebel-Eltron hatte am Donnerstagmorgen zahlreiche Pressevertreter ins Werk nach Höxter eingeladen, um positive Nachrichten für die regionale Wirtschaft zu verkünden. Nach Jahren der Flaute fertigt das Unternehmen wieder Wärmepumpen in der Kreisstadt im Gewerbegebiet „Zur Lüre“.

Investitionen und Produktionsstart in Höxter

Im Oktober 2022 hatte Stiebel-Eltron das ehemalige Gebäude des Maschinenbauers DMA für 3,2 Millionen Euro erworben. Es folgten Umbau- und Sanierungsarbeiten in Höhe von 4,4 Millionen Euro. Anschließend nahmen 35 Mitarbeiter am Standort Höxter die Produktion von Wärmepumpen auf. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Absatz auf einem Höchststand. Bundesweit wurden im Jahr 2023 insgesamt 356.000 Wärmepumpen verkauft, die Zukunftsaussichten galten als positiv.

Markteinbruch mit Folgen

Im Jahr 2024 folgte ein deutlicher Einbruch. In Deutschland wurden nur noch 193.000 Wärmepumpen abgesetzt. Diese Entwicklung blieb für Stiebel-Eltron nicht ohne Folgen. Kurzarbeit, Standortverlagerungen und Entlassungen waren notwendig. Ab Mai 2024 wurde die Wärmepumpen-Produktion in Höxter vollständig heruntergefahren, das Werk befand sich im Stand-by-Betrieb. Weltweit baute das Unternehmen im Krisenjahr 1000 Arbeitsplätze ab, davon 300 in Höxter und Holzminden.

Hoffnung durch neue Wärmepumpen-Generation

Im Jahr 2025 zeichnete sich eine Erholung ab. Der Absatz stieg wieder auf 284.000 Wärmepumpen. „Ich hoffe, dass für uns die Durststrecke abgeschlossen ist“, sagte CEO Dr. Schiefelbein. Der Maschinenbau-Ingenieur setzt dabei insbesondere auf die neue Generation von Wärmepumpen. Stiebel-Eltron hält nach eigenen Angaben 45 neue Patente an der Produktlinie der „wpnext“-Generation. Diese seien „effizienter, kleiner, sicher, zuverlässig, langlebig und leiser als branchenüblich“.

Ausbaupläne für Höxter und Holzminden

Aktuell werden in Höxter täglich 25 Wärmepumpen der neuen Generation von 22 Mitarbeitern gefertigt. Bis zum Jahresende soll die Zahl der Beschäftigten auf 80 steigen, die Produktion soll auf 120 Wärmepumpen pro Tag anwachsen. Das gleiche Produktionsziel verfolgt das Unternehmen auch am Standort Holzminden, wo derzeit bereits 80 Wärmepumpen täglich produziert werden.

Forderung nach politischen Leitplanken

Für die Zukunft wünscht sich Dr. Schiefelbein vor allem Kontinuität. Er fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen ohne abrupte Richtungswechsel bei möglichen Regierungsveränderungen. Zudem spricht er sich für eine stärkere Förderung in Europa gefertigter Produkte aus. Ohne entsprechende Unterstützung seien die Wettbewerbschancen gegenüber chinesischen Herstellern, die staatlich massiv gefördert würden, gering.

Foto: awin

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