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Mittwoch, 17. Juni 2026 Mediadaten
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Brakel (red). Die gut besuchte Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Höxter (KSB) in der Aula der Gesamtschule Brakel brachte zwei Themen mit interessanten Neuigkeiten: Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte NRW“ der Staatskanzlei NRW sowie Informationen aus der Kinder- und Jugendsportentwicklung. Beide Themenfelder werden die Arbeit der KSB-Geschäftsstelle noch viele Jahre beschäftigen.

Reiner Stuhldreyer, ehrenamtlicher KSB-Vorsitzender, konnte in der Schulaula wieder viele Delegierte der Sportvereine aus dem Kreis Höxter sowie eine Reihe von Ehrengästen, unter anderem den Ehrenvorsitzenden Lothar Michels, begrüßen. Die stellvertretende Landrätin des Kreises Höxter, Magdalena Volmert, bedankte sich in ihrem Grußwort besonders bei den vielen ehrenamtlichen Vorständen und Helfern in den einzelnen Sportvereinen. „Ich hebe besonders hervor, dass etwa 38 Prozent der Kreisbevölkerung, also mehr als jeder Dritte, Mitglied in einem Sportverein ist. Das ist im Landesdurchschnitt sehr viel!“ Die erforderlichen Vereinsregularien, wie Kassen- und sonstige Berichte, waren zügig erledigt. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Buchführung. Zum neuen Kassenprüfer wurde Roland Märker (SSV Höxter) gewählt.

Jedes Jahr verdienen die Zahlen der abgelegten Sportabzeichenprüfungen besondere Aufmerksamkeit: Im vorigen Jahr erhielten 1.820 Jugendliche und 400 Erwachsene die begehrte Auszeichnung, die im Rang eines offiziellen Ordens steht.

KSB-Geschäftsführer Thorsten Schiller stellte das mit Spannung erwartete Hauptthema des Abends vor, das staatliche Förderprogramm „Moderne Sportstätte NRW“. Im Vergleich zum vorigen Förderprogramm ist geblieben, dass nur Sportvereine, keine Kommunen, antragsberechtigt sind. Zu den Förderzielen gehören der Abbau eines Modernisierungsstaus, energetische Sanierung, Neubau einer Sportstätte (neu!), Barrierefreiheit, Begegnung von Einsamkeit (neu!), Geschlechtergerechtigkeit sowie Unfallvermeidung. Die Investitionsgrenze für die Vereine ist allerdings recht hoch. Für die nächsten zehn Jahre muss der Verein mindestens 50.000 Euro in die Hand nehmen, um eine Förderung zu erhalten. Von einer Förderung ausgeschlossen sind Profi-Sportvereine der 1. bis 3. Liga, technische Anlagen mit fossilen Brennstoffen, Kunststoffgranulat auf Kunstrasen, Kunststofffüllmaterial (z.B. Tennisplätze, Reitböden), Umschuldung und der Kauf von fertigen Sportanlagen. KSB-Geschäftsführer Thorsten Schiller hat sich in die Materie ausführlich eingearbeitet und steht allen interessierten Vereinen zu Gesprächen bereit.

Nicht minder interessant und ausführlich gestalteten sich die Informationen der Sportjugend im KSB, vorgetragen von den beiden Mitarbeiterinnen Petra Huppert-Buch (Geschäftsführung) und Britta Kukuk. So haben etwa über ein Dutzend Sportvereine eine finanzielle Förderung für Kinderangebote im Rahmen der Aktionen „Open Sunday“ oder „Open Night“ erhalten. Seit fünf Jahren erhielten 33 Kitas eine Förderung durch das Programm „Bärenstark im Kreis Höxter“, ein vierstündiges Selbstbehauptungsprogramm für Vorschulkinder in der Kita. „Sich gemeinsam gegen sexualisierte und interpersonelle Gewalt zu stellen,“ so Britta Kukuk, „ist Aufgabe des Qualitätsbündnis Sport NRW.“ Drei Vereine aus dem Kreis machen da besonders mit ihrer Präventionsarbeit von sich reden bzw. haben sich bereits qualifiziert. Viele Vereinsdeligierte nutzten spontan die Möglichkeit für Nachfragen. 

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