Höxter (TKu). 600 Läuferinnen und Läufer setzen beim Höxteraner Feuerwehrlauf ein Zeichen für den guten Zweck: „Sie laufen für die Kinder, die nicht mehr laufen können“. Dieses Schicksal bewegte auch in diesem Jahr wieder hunderte Menschen beim Höxteraner Feuerwehrlauf. Die inzwischen elfte Auflage des Benefizlaufes, organisiert von Initiator Mathias Schmidt aus Bredenborn, hat am Samstag exakt 600 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke gebracht, was entlang der Weser ein buntes Bild ergab. Vor dem Feuerwehrlauf gingen zunächst 100 Kinder beim „HxKidsFireRun“ an den Start, weitere 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten anschließend beim Hauptlauf. Der 500. Starter sicherte sich seine Startnummer sogar erst kurz vor dem offiziellen Beginn des Laufes. Der Feuerwehrlauf ist seit Jahren eine feste Institution in Höxter und wurde zum zweiten Mal von der Weserscholle aus gestartet. Bei bestem Frühlingswetter, strahlendem Sonnenschein aber angenehmen Temperaturen gingen Feuerwehrleute aus ganz Deutschland an den Start, einige von ihnen sogar „on air“, sprich mit angeschlossenem Atemschutzgerät. Nicht nur Feuerwehrkräfte haben sich an dem Feuerwehrlauf beteiligt, im Gegenteil: Auch Polizei, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Justiz, Rettungsdienste und auch sehr viele Vereine waren vertreten, zum Teil sogar in voller Einsatzmontur. Selbst Läuferinnen und Läufer der Justizvollzugsanstalt Detmold nahmen an dem besonderen Event teil.
Eingeläutet wurde der elfte Feuerwehrlauf durch den „HxKidsFireRun“, einen Kinderlauf über 1,12 Kilometer, an dem sich insgesamt 100 Kinder beteiligten. Für die Erwachsenen fiel anschließend der Startschuss zum sieben Kilometer langen Hauptlauf stilecht durch eine Schreckschusspistole, abgefeuert von Bürgermeister Daniel Hartmann. Moderiert wurde die Veranstaltung von Markus Finger. Die Strecke führte von der Weserscholle über Corvey und den Weserbogen bis zum Pier1 und anschließend zurück zum Ausgangspunkt unter Anfeuerung zahlreicher Zuschauerinnen und Zuschauer. Als einzige Frau „on air“ lief Sandra Wedeking von der Feuerwehr Barntrup mit angeschlossenem Atemschutzgerät den Lauf mit. Die junge Lipperin ging bereits zum dritten Mal in Höxter an den Start. Dabei gehe es ihr nicht darum, sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Sie laufe für den guten Zweck und weil sie „richtig viel Bock darauf hat“, wie sie erklärte. Besonders die Strecke entlang der Weser gefalle ihr sehr gut.
Zur Erinnerung an den verstorbenen Höxteraner Läufer Axel Czech hatte Organisator Mathias Schmidt bei der anschließenden Siegerehrung bereits zum zweiten Mal den „Axel-Czech-Preis“ ausgelobt. Gemeinsam mit Axels Tochter Leni Czech ehrte er die jeweils schnellsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehreren Kategorien. Schnellster Läufer wurde Luca Neumann vom Team „Kreis Höxter“. Den Preis als schnellste Läuferin erhielt Tanja Lorkowski von Barnies Fitness-Studio. Als schnellster Feuerwehrmann in Feuerwehrkleidung wurde Torsten Grötzner vom Team „Charity’s Runner“ ausgezeichnet und als schnellste Feuerwehrfrau Ramona Pätzold von der Feuerwehr Clausthal. Den Preis als schnellster „On-Air“-Läufer erhielt André Hauswerth aus Nieheim. Auch Sandra Wedeking wurde als einzige „On-Air“-Läuferin mit dem „Axel-Czech-Preis“ ausgezeichnet. Die größte Gruppe stellte erneut das Team „Alhausen läuft“ mit insgesamt 60 Läuferinnen und Läufern. Die Gruppe gehört seit Jahren zu den besonders engagierten Unterstützern des Feuerwehrlaufes. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Verein „Drachenpaten e.V.“ aus Paderborn zugute. Der gemeinnützige Verein unterstützt Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen sowie deren Familien. Gefördert werden unter anderem Therapien, Hilfsmittel oder Herzenswünsche, die nicht vollständig durch andere Stellen finanziert werden.
Fotos: Thomas Kube