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Sonntag, 31. Mai 2026 Mediadaten
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Höxter (TKu). Mit einem gemeinsamen Brunch und der Übergabe eines Spendenschecks hat die Asklepios Weserbergland-Klinik am Samstag den Welt-MS-Tag 2026 begangen. Im Mittelpunkt standen dabei Menschen mit Multipler Sklerose (MS), ihre Rehabilitation sowie die internationale Spendenaktion „The May 50K“, an der sich die Klinik bereits zum zweiten Mal beteiligt hat. Im Rahmen der Aktion hatten 17 Patientinnen und Patienten der neurologischen Rehabilitation während des Monats Mai insgesamt 1.302 Kilometer zurückgelegt. Für jeden absolvierten Kilometer stellte die Klinik einen Euro zur Verfügung. Die ursprünglich erreichte Spendensumme von 1.302 Euro wurde von der Asklepios Weserbergland-Klinik auf 1.500 Euro aufgestockt. Der Spendenscheck wurde an Frau Larusch-Gettings, zweite Vorsitzende der DMSG-Selbsthilfegruppe Höxter, überreicht.

Die internationale Initiative „The May 50K“ macht jedes Jahr auf die Erkrankung Multiple Sklerose aufmerksam und sammelt gleichzeitig Spenden für die Forschung. Weltweit beteiligen sich Betroffene, Angehörige und Unterstützer, indem sie im Mai möglichst viele Kilometer laufend, gehend oder rollend zurücklegen. Die Teilnehmenden der Weserbergland-Klinik absolvierten ihre Strecken entsprechend ihrer individuellen körperlichen Möglichkeiten und therapeutischen Ziele. „Die zurückgelegten 1.302 Kilometer zeigen eindrucksvoll, welche Leistungen auch Menschen mit neurologischen Erkrankungen erreichen können. Gerade bei Multipler Sklerose, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems, stellen Bewegung und körperliche Aktivität für viele Betroffene eine besondere Herausforderung dar“, hieß es von Chefärztin Anja-Maria Drenckhahn von der neurologischen Abteilung der Asklepios Weserberglandklinik. Symptome wie Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen, Fatigue oder Konzentrationsprobleme können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Umso wichtiger sei eine gezielte neurologische Rehabilitation, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik, Dr. Jan Brocke.

Ziel sei es, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten, Beschwerden zu reduzieren und die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten möglichst langfristig zu fördern. Dazu arbeite in der Klinik ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften sowie verschiedenen therapeutischen Fachbereichen eng zusammen. Zum Angebot gehören unter anderem Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und neuropsychologische Betreuung. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch spezielle Therapieangebote zur Verbesserung von Gangbild, Gleichgewicht und Belastbarkeit im Alltag. Auch die Unterstützung bei psychosozialen Fragestellungen spielt in der Behandlung von MS-Patienten eine wichtige Rolle. Neben der Spendenübergabe stand am Welt-MS-Tag vor allem das gemeinsame Miteinander im Vordergrund. Bereits am Vormittag trafen sich die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden zu einem gemeinsamen Brunch. Die Speisen wurden teilweise gemeinsam vorbereitet. Dabei beschäftigten sich die Teilnehmer auch mit den Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung, die bei chronischen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen kann.

Der Brunch bot zugleich Gelegenheit für Gespräche und den Austausch persönlicher Erfahrungen. Viele der Betroffenen nutzten die Veranstaltung, um Kontakte zu knüpfen und sich über ihren Umgang mit der Erkrankung auszutauschen. Auch Mitarbeitende der Klinik standen für Fragen zur Verfügung und begleiteten die Veranstaltung. Der Welt-MS-Tag wird jedes Jahr Ende Mai begangen und soll auf die Lebenssituation von Menschen mit Multipler Sklerose aufmerksam machen. Das diesjährige Motto lautete „Jetzt erst recht“. Es steht für den Umgang mit den Herausforderungen einer Erkrankung, die oft in Schüben verläuft und deren Auswirkungen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können. Mit der Teilnahme an „The May 50K“ und der Spendenübergabe setzte die Asklepios Weserbergland-Klinik erneut ein Zeichen der Unterstützung für Menschen mit MS.

Gleichzeitig wurde deutlich, welchen Stellenwert Bewegung, Rehabilitation und soziale Kontakte für den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Betroffenen haben können. Am Ende des Tages stand daher nicht nur die Spendensumme von 1.500 Euro im Mittelpunkt, sondern vor allem die gemeinsame Leistung der 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, da waren sich die Verantwortlichen dieser Aktion einig. Ihre insgesamt 1.302 zurückgelegten Kilometer machten deutlich, dass Einschränkungen durch eine Erkrankung nicht zwangsläufig Stillstand bedeuten müssen.

Foto: Ina Linnenberg

 

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