Höxter (TKu). Höxter ist mit „Licht“ und „Schatten“ in das neue Jahr gestartet. Gemeint ist das Neujahrskonzert des Sinfonischen Blasorchesters in der Residenz-Stadthalle in Höxter. Mehr als 600 Gäste erlebten unter dem Leitmotiv „Licht & Schatten“ am Donnerstagabend ein hochkarätiges musikalisches Programm des Sinfonischen Blasorchesters Höxter unter der Leitung von Dirigent Björn Zimmermann. Außerdem verbunden mit dem Konzert war vorab wieder die Neujahrsansprache des Bürgermeisters Daniel Hartmann sowie die Verleihung des NRW-Heimatpreises, die eine Würdigung des ehrenamtlichen Engagements von Bürgerinnen und Bürgern und sogar ganzen Vereinen aus dem Stadtgebiet darstellt.
In seiner Neujahrsansprache griff Bürgermeister Daniel Hartmann das Konzertmotto auf und übertrug es auf das Leben in der Stadt. Licht und Schatten, so Hartmann, prägten nicht nur die Musik, sondern auch den Alltag in Höxter: Erfolge und Herausforderungen, Freude und Sorgen gehörten untrennbar zusammen und zeigten, wie wichtig Zusammenhalt und gemeinsames Handeln seien. Der Bürgermeister blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück, das von Bundestags- und Kommunalwahl, zahlreichen Jubiläen in den Ortschaften sowie großen Festen geprägt gewesen sei. Besonders würdigte er das ehrenamtliche Engagement der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sowie die lebendige Dorfgemeinschaft, die sich unter anderem bei den 1.200-Jahr-Feiern in Ovenhausen und Stahle eindrucksvoll gezeigt habe.
Auch aktuelle und zukünftige Themen fanden in der Ansprache ihren Platz. Hartmann sprach über Fortschritte bei wichtigen Infrastrukturprojekten, über den Einsatz für den Hochschulstandort Höxter und über konkrete Vorhaben für das Jahr 2026, darunter die Inbetriebnahme des Medizinischen Versorgungszentrums, die Wiedereröffnung des sanierten Hallenbads und die Entwicklung des ehemaligen Postgebäudes in der Uferstraße zu einem zentralen Ort für Bildung, Kultur und Begegnung. Zugleich verschwieg der Bürgermeister die Schattenseiten nicht: Die angespannte Haushaltslage der Kommunen werde auch Höxter vor schwierige Entscheidungen stellen. Umso wichtiger sei es, transparent, verantwortungsvoll und über Parteigrenzen hinweg im Sinne der Stadt zu handeln.
Nach der Ansprache fand die Verleihung des Heimatpreises NRW statt. Mit dem Preis würdigt die Stadt Höxter Projekte, die durch besonderes ehrenamtliches Engagement Heimat lebendig machen. Zwei zweite Plätze, jeweils mit 1.000 Euro dotiert, gingen an den Stamm Ottbergen der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sowie an die Kultur- und Reparaturwerkstatt des Kulturvereins Brenkhausen. Die Ottberger Pfadfinder wurden für ihre seit über 20 Jahren geleistete Jugendarbeit ausgezeichnet, mit der sie Kindern und Jugendlichen durch Zeltlager und Ferienfreizeiten Gemeinschaft, Naturerfahrung und demokratische Werte vermitteln. Die Kultur- und Reparaturwerkstatt in Brenkhausen überzeugte die Jury als Ort der Nachhaltigkeit und Begegnung, an dem ehrenamtlich repariert, gelernt und gemeinsam an Ideen für ein lebenswertes Dorf gearbeitet wird.
Den ersten Platz und damit 3.000 Euro erhielt die Dorfgemeinschaft Ovenhausen für die Ausrichtung ihres großen Heimatfestes im Jubiläumsjahr zum 1.200-jährigen Bestehen der Ortschaft. Besonders der historische Festumzug, der Geschichte lebendig machte und Generationen verband, stand sinnbildlich für den außergewöhnlichen Gemeinschaftsgeist, den die Dorfgemeinschaft mit großem ehrenamtlichem Einsatz gezeigt habe, so der Bürgermeister. Das Fest, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1928 zurückreichen, strahlte weit über die Ortsgrenzen hinaus und wurde von der Jury als beispielhaft für gelebte Heimat gewürdigt.
Nach der Preisverleihung gehörte die Bühne wieder ganz den Musikerinnen und Musikern des Sinfonischen Blasorchesters Höxter, das erstmals in seiner neuen Organisationsform als eingetragener Verein auftrat. Mehr als 65 Musikerinnen und Musiker aus zahlreichen Vereinen der Region präsentierten ein anspruchsvolles musikalisches Programm. Unter der Leitung von Dirigent Björn Zimmermann gelang es dem Orchester, die Gegensätze von Licht und Schatten klanglich erlebbar zu machen und das Publikum von Beginn an in den Bann zu ziehen. Mit Werken von der „Symphonic Sky-Fanfare“ über Opern- und Musicalarrangements bis hin zu farbenreichen Filmmusiken setzte das Sinfonische Blasorchester Höxter den musikalischen Schlusspunkt eines besonderen Abends. Der lang anhaltende Applaus des Publikums spiegelte die Begeisterung wider – nicht nur für das Konzert, sondern für das gelungene Zusammenspiel aus Musik, Worten und Ehrenamt.
Fotos/Video: Thomas Kube