Höxter/Godelheim (TKu). Update zum schweren Verkehrsunfall auf der B64/83: Die Bergung des mit Kohlensäure beladenen Tanklastzugs gestaltete sich schwierig und dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Nach dem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Lastkraftwagen und einem Pkw am Donnerstagabend gegen 19 Uhr auf der B64/83 zwischen Höxter und Godelheim in Höhe der Kiesseen hat sich die Bergung des verunglückten Tanklastzugs als äußerst schwierig und zeitaufwendig erwiesen. Die Bundesstraße blieb bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt. Wie die Polizei vor Ort berichtete, waren ein VW Golf und ein mit Kohlensäure beladener Tanklastzug auf freier Strecke in Höhe der Kiesseen zwischen Godelheim und Höxter zusammen kollidiert. Durch die Wucht des Aufpralls geriet der Pkw in den Straßengraben, wobei die Fahrerin in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt wurde. Der Lkw-Fahrer erlitt hingegen leichte Verletzungen. Der Tanklastzug kam ebenfalls von der Fahrbahn ab und bohrte sich tief in den Straßengraben und in den Erdwall eines Ackers hinein.
Die Bergung des Lastwagens begann etwa gegen 21.30 Uhr und stellte das Bergungsunternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Zunächst musste die Feuerwehr einen störenden Baum kürzen und einschneiden, um ausreichend Platz für die schweren Bergungsgeräte zu schaffen. Anschließend wurde die Unfallstelle großflächig ausgeleuchtet und schweres Gerät in Stellung gebracht. Zum Einsatz kamen unter anderem ein 50-Tonnen-Kran, ein 60-Tonnen-Kran sowie eine weitere große Bergemaschine aus den Kreisen Höxter und Holzminden. Aufgrund der schwierigen Lage des Lkw im Graben zogen sich die Arbeiten jedoch über mehrere Stunden hin. Erst gegen 2.30 Uhr am Freitagmorgen gelang es den Berbungskräften, den Tanklastzug wieder auf die Fahrbahn zu heben und für den Abtransport vorzubereiten. Während der Bergungsarbeiten mussten mehrere Lastkraftwagen, die in Richtung Godelheim unterwegs waren, auf der Bundesstraße ausharren, weil sie nicht mehr wenden konnten. Die Bundesstraße B64/83 blieb bis etwa 2.45 Uhr vollständig gesperrt. Nach dem Abtransport des Lkw musste die Feuerwehr die Fahrbahn noch von großen Mengen Erde und Schmutz befreien, die durch den Unfall und die Bergung auf die Straße gelangt waren. Erst gegen 3 Uhr konnte die Strecke schließlich wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Weitere Angaben zum Gesundheitszustand der schwer verletzten Pkw-Fahrerin lagen zunächst nicht vor.
Fotos/Video: Thomas Kube