Willebadessen-Eissen/Peckelsheim (red). Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Mittwochabend auf der Landstraße 763 zwischen den Willebadessener Ortschaften Eissen und Peckelsheim ereignet. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Einsatz- und Rettungskräfte bot sich vor Ort ein Bild der Zerstörung. Gegen 21 Uhr entdeckten vorbeifahrende Autofahrer ein großes Trümmerfeld auf der Fahrbahn sowie einen massiv beschädigten Straßenbaum und alarmierten den Notruf. Bereits aus der Ferne war die Vielzahl der Blaulichter zu sehen, die das Ausmaß des Unglücks erahnen ließ.
Nach bisherigen Erkenntnissen kam ein mit zwei Personen besetzter Audi aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug prallte mit großer Wucht gegen einen am Straßenrand stehenden Baum, der durch den Aufprall in mehr als zwei Metern Höhe abgerissen wurde. Anschließend überschlug sich der Wagen offenbar mehrfach und kam stark zerstört auf einem angrenzenden Feld zum Stillstand. Das Auto lag weit abseits der Straße und war nur noch ein unförmiges Wrack. Beide Insassen wurden in dem völlig zerstörten Fahrzeug eingeklemmt. Die herbeigeeilten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der beiden Personen feststellen. Sie waren bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte verstorben. Zur Identität der Opfer konnte die Polizei am Abend noch keine Angaben machen.
Da zunächst unklar war, ob sich weitere Personen im Fahrzeug oder im Umfeld der Unfallstelle befunden hatten, wurde die Feuerwehr mit einer Drohne zur Suche angefordert. Einsatzkräfte aus Großeneder suchten die Umgebung aus der Luft ab, weitere Betroffene wurden jedoch nicht gefunden. Im Einsatz waren neben der Polizei mehrere Freiwillige Feuerwehren aus Peckelsheim, Eissen, Niesen, Großeneder, Borgentreich und Willebadessen mit insgesamt rund 55 Kräften und zehn Fahrzeugen. Zudem waren zwei Rettungswagen und zwei Notärzte vor Ort. Der Einsatz wurde von Brandoberinspektor Thomas Schlitt geleitet. Zur psychosozialen Unterstützung von Einsatzkräften und möglichen Zeugen kam außerdem das PSU-Team mit Notfallseelsorge zum Einsatz. Für die umfangreiche Unfallaufnahme wurde das Verkehrsunfalluntersuchungsteam der Polizei NRW aus Bielefeld hinzugezogen. Auch die Untere Wasserbehörde des Kreises Höxter war vor Ort. Die Bergung des stark beschädigten Fahrzeugs gestaltete sich schwierig und erfolgte mithilfe eines Spezialunternehmens und eines Krans. Die Landstraße 763 musste im Bereich der Unfallstelle für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Willebadessen